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Film: Little Baby Jesus of Flandr (mit Trailer Video)

Mittwoch, 30. Juni 2010

Film: Little Baby Jesus of Flandr (mit Trailer Video), Down-Syndrome, Extrachromosom, Behinderung Handicap, Down Syndrom, Trisomie 21, Film Fernsehen TV Kino, Kunst Fotografie,

Originaltitel: En Waar De Sterne Bleef Stille Staan
Genre: Drama, Literaturverfilmung
Produktionsland: Belgien
Produktionsjahr: 2010
Länge: 74 (Min.)
Regie: Gust Van Den Berghe
Drehbuch: Gust Van den Berghe
Kamera: Hans Bruch Jr.
Schnitt: David Verdurme
Musik: Va Fan Fare
Hauptdarsteller: Jelle Palmaerts, Peter Janssens, Paul Mertens

Auszug aus Es war einmal im kalten Flandern... (Filmkritik bei kino-zeit.de):

"Beinahe alle Rollen in Gust Van Den Berghes Film werden von Menschen mit Down-Syndrom gespielt. Die Wirkung dieses inszenatorischen Kniffes ist verblüffend: Die spröde, manchmal beinahe naiv wirkende Schönheit des Ausgangstextes und der beinahe kindliche Glaube, der sich in ihm widerspiegelt, wird in dem nur 74 Minuten langen Film in einer Weise greifbar, die wohl kaum anders herzustellen gewesen wäre. Gut möglich, dass manche Zuschauer dies als geschmacklos empfinden und mit der spröden Inszenierungsweise van den Berghes nichts anfangen können, die im heutigen Kino in ihrer Zeitlosigkeit nahezu einzigartig sein dürfte und die an große Filmkünstler wie Pier Paolo Pasolini oder Einzelgänger wie Belà Tarr erinnert und immer wieder auf Gestaltungselemente des Theaters verweist. ..."

Film: Just like U (Australien 2010) mit Ty Belnap - einem Rettungsschwimmer mit Down-Syndrom

Donnerstag, 10. Juni 2010

Foto © Canon Digital Cinema

Film: Just like U (Australien 2010) mit Ty Belnap - einem Rettungsschwimmer mit Down-Syndrom, Australien, Behinderung Handicap, Down Syndrom, Down-Syndrome, englisch, Extrachromosom, Film Fernsehen TV Kino, Geschichten Stories, Sport, Trisomie 21,
Einen der ganz großen Filme zum Thema Menschen mit Behinderung hat sich Direktor Peter Cannon zum Vorbild genommen. Denn er erhofft sich mit JUST LIKE YOU eine ähnliche Reaktion beim Publikum hervorzurufen wie es seinerzeit "RAIN MAN" (Tom Cruise, Dustin Hoffman) tat.

Star des Films, dessen Dreharbeiten im April dieses Jahres in Australien begonnen haben, ist TY BELNAP (siehe auch: Ty's Story...written by Ty Belnap), einem sportlichen Allroundtalent, das bei der Verteilung der humanen Bausteine ein Chromosom extra abbekam.
Ty ist vielfacher Medaillengewinner bei Down-Syndrom-Schwimmweltmeisterschaften, hatte 6 Weltrekorde inne, von denen er immer noch zwei hält, obwohl er sich vom aktiven Schwimmsport zurückgezogen und auf Tennis umgesattelt hat.
Außerdem ist Ty Rettungsschwimmer im Mooloolaba Surf Club.

Gedreht wird der Film, dessen Story auf Tys Leben basiert, an Australiens Sunshine Coast.

Das Datum des Kinostarts ist uns noch nicht bekannt, aber da es sich um einen Independent Film mit den üblichen finanziellen Problemen handelt, ist momentan leider sowieso nur eine Ausstrahlung in Australien gesichert.

Sie können aber zwei Dinge tun, wenn es Ihnen die Sache wert ist:
- Sie können das Projekt mit einer Spende unterstützen.
- Sie können Anteile am Film kaufen.
(Beides via Website.)

Und damit Sie Ty schon einmal ein wenig persönlicher kennenlernen, haben wir hier noch den ersten Teil einer Dokumentation für Sie: One Morning With Ty.

Wer wagt, kann verlieren - wer nicht wagt, hat schon verloren: Doku Soap mit behinderten Menschen im Schweizer Fernsehen

Dienstag, 16. März 2010

Von Fabian Zürcher bei Blick.ch

Eine siebenteilige Serie, deren Stars geistig Behinderte sind. Acht bis zehn Personen betreiben eine Badeanstalt, mit allem, was dazugehört. Sie kümmern sich um die Verpflegung der Gäste, kassieren Eintritt und organisieren das Unterhaltungsprogramm.

Die Dreharbeiten finden Anfang Sommer in einer Badi vermutlich in Schaffhausen statt. Ausgestrahlt wird die Soap ab 5. Juli jeweils am Montag um 21 Uhr. «Wir wollen zeigen, dass sich geistig behinderte Menschen in unserer Gesellschaft problemlos zurechtfinden. Sie sind Menschen wie du und ich», sagt SF-Programmentwickler Urs Fitze (43) zu BLICK.

Mit der Badi-Show begibt sich das Schweizer Fernsehen auf rutschiges Terrain: «Wir sind uns bewusst, dass es schwierig sein wird, mit Behinderten unverkrampft und gleichzeitig respektvoll umzugehen», so SF-Direktor Ueli Haldimann (56) in der «SonntagsZeitung».

Dem in der Schweiz bisher einmaligen TV-Projekt gegenüber kritisch eingestellt ist SVP-Ständerat Maximilian Reimann (67): «Es ist ethisch fragwürdig, wenn man Leute in den Mittelpunkt stellt, die in ihrer Zurechnungsfähigkeit beeinträchtigt sind.» Und: «Es gibt wohl bessere Sendegefässe, um auf die Lebensverhältnisse von Behinderten einzugehen als eine solche Badi-Soap.»

Anders denkt Barbara Camenzind (42), Sprecherin von Insieme 21 – der offiziellen Vereinigung der von Trisomie 21 Betroffenen: «Leute mit Down-Syndrom sind grossartige Unterhalter. Wichtig ist aber, dass die Teilnehmer nicht zur Belustigung der Zuschauer dienen.»

Camenzind verweist auf die US-amerikanische TV-Soap «The Specials». Das Format zeigt, wie Leute mit Down-Syndrom in einer Wohngemeinschaft leben. «Die Sendung ist total cool!»

Derselben Meinung ist offenbar auch das Schweizer Fernsehen: Ab November plant man im Rahmen von «SF bi de Lüt» am Freitagabend ein ähnliches Format auszustrahlen.

Gesetz und Realität: Ein Platz für Paula Sander - Behinderte Kinder auf Schulsuche (Reportage Samstag, 13. März 2010, WDR, tag7)

Mittwoch, 10. März 2010


gefunden beim WDR / Wissen

Eltern, die Kinder mit einer Behinderung haben, müssen kämpfen - nicht mit, sondern oft gegen Gutachter, Sonderpädagogen, Behörden und Lehrer. Im deutschen Schulsystem ist die Aufnahme von Kindern mit Behinderung in eine Regelschule immer noch die Ausnahme, obwohl auch Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention unterzeichnet hat.

"Wir haben an unserer Schule schon genug Probleme. Eine Schülerin mit einem Down-Syndrom wäre da eine zu große Zumutung", sagte eine Schuldirektorin den Eltern von Paula Sander. Das war nicht die einzige Absage.

Nach der UN-Behindertenrechtskonvention darf eine Behinderung kein Grund sein, einen Menschen auszuschließen. An der Umsetzung arbeitet der deutsche Gesetzgeber noch. So besuchen in NRW nur 16 Prozent aller behinderten Kinder und Jugendlichen eine integrative Schule. 106.950 Schüler sind mit ihrer Behinderung auf so genannten "Förderschulen", wo sie nach Handicaps sortiert unter sich bleiben.

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Tina Sander, die Mutter der kleinen Paula, will ihre Tochter deshalb nicht auf eine Sonderschule schicken: "Wie soll sie denn dort lernen, mit dem wirklichen Problemen des alltäglichen Lebens umzugehen?" Genauso denkt Laura Duarte. Gemeinsam mit ihrem Mann kämpft auch sie dafür, dass ihr Sohn Ernesto, der ebenfalls das Down-Syndrom hat, eine Regelschule besuchen kann: "Nur an einer normalen Schule im Kontakt zu Kindern ohne Behinderung kann mein Sohn lernen, sich in dieser Gesellschaft zurechtzufinden."

"tag7" hat beide Familien ein Jahr lang bei ihrer Suche nach einem "integrativen" Schulplatz begleitet. Ein Jahr, in dem die Eltern mit dem Gedanken an die Einschulung ihres Kindes abends ins Bett gehen und morgens wieder aufstehen. Und eines Tages stehen sich Paula und Ernesto sogar als Konkurrenten gegenüber - um einen der wenigen Plätze in einer integrativen Schule in NRW.

Reportage mit: Cornelia Uebel, Yüksel Ugurlu

Nestwärme e. V. Deutschland: "Eine andere Welt" (Tony Petersen Film Hamburg) - Am 4. März Video Premiere beim Trierer Bürgerrundfunk OK54

Dienstag, 2. März 2010

Nestwärme e. V. Deutschland:
Copyright Foto: Tony Petersen Film / nestwaerme e.V.


„Eine andere Welt“ im OK54
gefunden bei PR Port

Im vergangenen Jahr produzierte die Firma Tony Petersen Film aus Hamburg für nestwärme e.V. Deutschland den Social Spot „Eine andere Welt“. Ein bewegender Kurzfilm, der das Gefühl von Nestwärme einfühlsam und gleichzeitig ausdrucksstark transportiert und einen tiefen Einblick in die Welt von nestwärme gewährt.

Der Trierer Bürgerrundfunk OK54 wird den etwa 10-minütigen Film erstmals am Donnerstag, den 4. März um 19.00 Uhr ausstrahlen. Wiederholt wird der Beitrag am 5. und 6. März ebenfalls um 19.00 Uhr. Außerdem kann der Film im Internet ( >>> klick hier ) in zwei Versionen abgerufen werden.

Kurzbeschreibung „Eine andere Welt“
“Fahrstuhl auf” – für eine andere Welt. Zentraler Ort der Geschichte ist ein Fahrstuhl! Marcel, ein Geschäftsmann hat es eilig. Aus der Tiefgarage hastet er in den Aufzug. Die Tür schließt sich. Als sie sich wieder öffnet, betritt eine Mutter mit Kinderwagen den Fahrstuhl und ruft genervt nach ihrer Tochter Monika. Marcel ist auch genervt! Monika und die Mutter rauben ihm seine wertvolle Zeit. Doch dann entert Monika den Fahrstuhl. Sie hat das Down Syndrom und fokussiert Marcel mit einem offenen und zugleich durchdringenden Blick – und nimmt ihn mit in „eine andere Welt“...

Über den nestwärme e.V.:
nestwärme e.V. Deutschland wurde vor zehn Jahren als eine gemeinnützige Kinder- und Familienorganisation gegründet, damit Familien mit schwerstkranken und behinderten Kindern auf allen Ebenen der Gesellschaft Geborgenheit und das Gefühl von Nestwärme erfahren und sich willkommen und angenommen fühlen.

Der Schwerpunkt liegt auf der Beratung und Entlastung der Familien, Sicherung häuslicher Kinderkrankenpflege, Lobby-, Öffentlichkeits- und Projektarbeit sowie der Hilfe zur Selbsthilfe.

Seit 2004 sind erste Geschäftsstellen in Hamburg, Berlin, Saarbücken, Nürnberg und München entstanden, außerdem in Luxemburg, in der Schweiz und in Österreich.


Pressekontakt: Birgit Kehren (kontakt[at]nestwaerme.de)
nestwärme e. V. Deutschland

Nachtrag: Familie Guy 812 (Episode 12 Season 8) - "Extra Large Medium": Ellen (Down-Syndrom), Sarah Palin & die Kontroverse (Video komplette Folge)

Sonntag, 21. Februar 2010

Vor ein paar Tagen berichteten wir von der Valentinstagfolge der Serie "Family Guy" und deren Folgen.

Langsam, aber unvermeidlich, sickert das Thema auch in die deutschsprachige Medien- und Bloggerwelt.

Einen der vielen mittlerweile existierenden Artikel möchten wir hier aus zweierlei Gründen erwähnen: Zum einen bietet er noch etwas weiter reichende Information, zum anderen - da der Beitrag in einem bekannten und beliebten Blog veröffentlicht wurde - fühlen sich dort viele Leute berufen (bereits mehr als 40 in nur wenigen Stunden), ihre Meinung kundzutun, was uns (wie kaum anders zu erwarten) einen Durchschnitt durch eine Meinungsvielfalt beschert, wie sie außerhalb von Themen wie Sport, Politik, Religion, Diskriminierung etc. wohl ihresgleichen sucht.

Lesen Sie selbst:

>>> Stefan Niggemeier - Sarah Palin und der Down-Syndrom-Witz


Familie Guy 812 (Episode 12 Season 8) - "Extra Large Medium": Ellen (Down-Syndrom), Sarah Palin & die Kontroverse (mit kompletter Folge Video Stream)

Mittwoch, 17. Februar 2010

Am Valentinstag 2010 strahlte FOX in den USA die neuste Folge des "Family Guy" namens "Extra Large Medium" aus, in der unter anderem Chris einem Mädchen aus seiner Schule in Hingabe verfällt. Ellen ist ihr Name und Ellen ist mit einem Extrachromosom ausgestattet.

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Ich glaube, egal, wie man Ellen dargestellt hätte, wäre es zu Diskussionen kommen.
Was die besagte Folge nun aber wirklich ins Rampenlicht rückte, war nicht der Umstand, dass ein Mädchen mit Down Syndrom in ihr vorkommt oder wie es dargestellt wird, sondern eine kleine, leise Randbemerkung bezüglich ihrer Abstammung.

Ihre Mutter sei die Ex-Gouverneurin von Alaska, behauptet Ellen in der Restaurant-Szene.
Grund genug, Sarah Palin (Ex-Gouverneurin von Alaska) auf den Plan zu rufen.

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Sarah schreibt (und lässt Tochter Bristol Palin sagen):

Fox Hollywood – What a DisappointmentTeilen
Mo um 23:41
People are asking me to comment on yesterday’s Fox show that felt like another kick in the gut. Bristol was one who asked what I thought of the show that mocked her baby brother, Trig (and/or others with special needs), in an episode yesterday. Instead of answering, I asked her what she thought. Here is her conscientious reply, which is a much more restrained and gracious statement than I want to make about an issue that begs the question, “when is enough, enough?”:

“When you’re the son or daughter of a public figure, you have to develop thick skin. My siblings and I all have that, but insults directed at our youngest brother hurt too much for us to remain silent. People with special needs face challenges that many of us will never confront, and yet they are some of the kindest and most loving people you’ll ever meet. Their lives are difficult enough as it is, so why would anyone want to make their lives more difficult by mocking them? As a culture, shouldn’t we be more compassionate to innocent people – especially those who are less fortunate? Shouldn’t we be willing to say that some things just are not funny? Are there any limits to what some people will do or say in regards to my little brother or others in the special needs community? If the writers of a particularly pathetic cartoon show thought they were being clever in mocking my brother and my family yesterday, they failed. All they proved is that they’re heartless jerks. - Bristol Palin”

- Sarah Palin

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So weit, so gut.
Frau Palin ist bekannt für ihre Art von Engagement.

Wie steht es aber um die generelle Kritik (positiv oder negativ) hinsichtlich der Figur Ellen?

Ich selbst muss gestehen, dass die hier behandelte Folge des "Family Guy" die erste ist, die ich mir überhaupt angesehen habe. Immerhin habe ich es geschafft, bevor die 1000 erreicht wurde.
Von daher ist meine Vorstellung von dieser Serie sehr begrenzt.
Einen Grundgedanken gibt es allerdings trotzdem aufgrund gesehener Trailer/Teaser:
"Family Guy" nimmt alles und jeden auf die Schippe.
Warum nicht jemanden mit Down-Syndrom?
Wenn Menschen mit Down-Syndrom und ihre Angehörigen mehr Integration in die so genannte "normale" Gesellschaft fordern, dann gehört meines Erachtens dieser Teil dazu, solange eine gewisse Grenze nicht überschritten wird. Diejenige nämlich, hinter der Diskriminierung, Verachtung und Hass beginnen.

Nun ist es aber an der Zeit, Sie erst einmal selbst einen Blick auf die Geschehnisse werfen zu lassen, um zu verstehen, worum es überhaupt geht.
Hier also die komplette Folge (21:13 min):



Und?
Was meinen Sie?
Wurden die Details sorgsam überdacht?
Ich gebe einmal einen Ansatz, wo man mit den Details beginnen kann.
Am Anfang (was Ellen anbelangt) nämlich:
Chris deutet im Schulkorridor mit dem Finger auf Ellen, um Stewie zu zeigen, wen er meint.
Heckansicht Ellen.
Ellen dreht sich um.
Ellen ist etwas fülliger als die Mädchen neben ihr (aber wesentlich schlanker als Chris). Unter ihren Augen erkennt man eine kleine Falte. Ellen trägt eine Brille.
Chris und Stewie nähern sich ihr, Chris stellt Stewie vor.
Ellen reißt Stewie geradezu an sich und umarmt ihn. Dann lässt sie ihn brüsk fallen.
................

Kommt Ihnen daran einiges bekannt vor?

Was in meinen Augen etwas realitaetsfremd wirkt, ist die gute und klare Aussprache Ellens. Das soll aber keinesfalls als negative Kritik verstanden werden, sondern eher zum Nachdenken darüber anregen, mit welchen Problemen sich Filmemacher konfrontiert sehen können, wenn es um das Thema Behinderung geht.


Abschließend bitte ich darum, hier einen kurzen Hinweis zu hinterlassen, sollten Sie dieses Thema in ein Diskussionsforum tragen, denn was dort zum Ausdruck gebracht werden würde, interessiert mich ungemein.

Film: LIEBE UND SO SACHEN (von Pro Familia zum Thema "sexuelle Bedürfnisse behinderter Menschen")

Dienstag, 16. Februar 2010

Von Andreas Zitzmann in der Frankfurter Rundschau


Behinderte haben genauso sexuelle Bedürfnisse wie Nichtbehinderte. Aber trotz aller Aufklärung in den vergangenen Jahrzehnten ist das Thema noch immer weitgehend tabuisiert - nicht nur bei Eltern, sondern oft auch in Einrichtungen für Behinderte. Mehr als "Händchenhalten" ist dort zumeist kaum möglich.

Der Tabuisierung will nun Pro Familia entgegenwirken. Mit finanzieller Unterstützung der Aktion Mensch-Lotterie hat Pro Familia Hessen einen knapp einstündigen Film produziert, der im Dezember seine Premiere in Frankfurt hatte und nun erstmals in Hanau zu sehen sein wird.

>>> Trailer ansehen

"Noch vor 20 Jahren", erinnert Brigitte Schlich-Heinze von Pro Familia Hanau, " war es durchaus üblich, Behinderte quasi zwangssterilisieren zu lassen." Inzwischen hat sich einiges getan, aber die junge blinde Frau mit zwei kleinen Kindern ist im Straßenbild nach wie vor auffällig.

Schlich-Heinze und die beiden Sexualpädagoginnen von Pro Familia, Andrea Pohling und Sandra Pappertrausch, versprechen sich von dem Film auch, dass eine "unsichtbare Personengruppe sichtbar" sichtbar gemacht wird. Denn in der Praxis werden besonders geistig behinderte Menschen von ihren Eltern sehr lange "geschützt". Es sind denn
häufig auch die Eltern, die zu der Erkenntnis kommen, dass ihr oft schon erwachsenes Kind sexuelle Bedürfnisse hat.

Wie tabuisiert das Thema ist, erlebte Schlich-Heinze, als Pro Familia in Schulen eine Broschüre zum Thema Behinderung und Sexualität verteilte: "Da gab es von konservativer Seite viel Gegenwind."

Initiiert wurde der Film von Regina Bätz von Pro Familia Schlüchtern. Ihr fehlte einfach Material zu dem Thema. Schlich-Heinze ist kein deutschsprachiger Film bekannt, der sich bislang mit dieser Thematik befasst hätte.

Für die Vorführung am 21. Februar hat Pro Familia bereits viele Einladungen an Betroffene und Organisationen verschickt und auch rege Rückmeldungen erhalten. "Aber natürlich kann jeder, der an dem Thema interessiert ist, die Vorführung besuchen", betont Schlich-Heinze.


Der Film

Der Film "Liebe und so Sachen ..." ist am Sonntag, 21. Februar, um 11 Uhr im Hanauer Central-Kino am Freiheitsplatz zu sehen. Der Eintritt ist frei, Pro Familia bittet aber um eine Spende.

Eintrittskarten können unter Telefon 06181 / 21854 bei Pro Familia bestellt werden.

Mehr Information zum Film bei Pro Familia Hessen!

Als DVD kostet der Film 39 Euro für Privatpersonen, für Organisationen 69 Euro inklusive der Rechte, mit ihm pädagogisch zu arbeiten. Nähere Informationen dazu unter Telefon 069 / 447061 oder www.profamilia-foerderverein-hessen.de Der Spielfilm "Liebe und so Sachen ..." soll zweierlei bieten: zum einen Unterhaltung, zum anderen Aufklärung. Die Geschichte ist einfach erzählt: Zwei junge Leute lernen sich kennen und lieben, beide leiden an dem Down-Syndrom. Gespielt wird das Paar von zwei Profi-Schauspielern, die selbst an dieser Krankheit leiden. Auf der zugehörigen DVD gibt es außerdem praktische Hinweise, beispielsweise wird erklärt, wie ein Kondom richtig benutzt wird.

STÖCKL AM SAMSTAG - MEIN KIND IST ANDERS – MÜTTER VON BEHINDERTEN KINDERN (Video ORF)

Sonntag, 24. Januar 2010

Bettina Hering

Tochter Lotta hat das Down-Syndrom

"Wir haben gesagt, wir nehmen was kommt", so die ursprüngliche Aussage von Bettina Hering und ihrem Mann über den Nachwuchs. Acht Wochen vor der Geburt zeigten sich tatsächlich Auffälligkeiten und Ärzte diagnostizierten, dass das Kind schwerstbehindert oder schlimmsten-falls nicht überlebensfähig sein würde. Zum Glück eine Fehldiagnose. Lotta ist heute 13 Jahre alt und hat das Down-Syndrom: "Wir wollten nur dass sie lebt, wie war sekundär", so die dreifache Mutter. Trotz der Freude über das Überleben der Tochter, brauchte die Familie ein Jahr, bis sie sich an die neuen Lebensumstände gewöhnt hatte. Ein Leben ohne Lotta - dem aufgeweckten Sonnenschein, der das Tanzen über alles liebt - wäre heute für niemanden mehr denkbar. Warum Lottas Handicap die Partnerschaft von Bettina Hering und ihrem Ehemann gestärkt hat, wie sie mit starrenden Leuten in der Straßenbahn umgeht und was das Handicap für Lottas Geschwister heißt, wird sie Barbara Stöckl erzählen.


>>> Zum Video: Stöckl am Samstag - 23.01.2010 16:00 Uhr

4 Extrachromosomen (3 davon adoptiert) in einer Familie: Maddie Curtis American Idol Video

Freitag, 22. Januar 2010



Siehe auch: Maddie im DownSyn Forum (englisch).

Filmtipp, diskriminierende Puppen und noch einmal Einleben

Samstag, 16. Januar 2010

Medienwerkstatt drehte Film über Down-Syndrom
© NÜRNBERGER NACHRICHTEN

Fast ein Jahr lang hat die Medienwerkstatt Franken an einem Film über das Leben mit Down-Syndrom gearbeitet. Er ist am Sonntag (17. Januar) um 19 Uhr auf Franken TV und um 21 Uhr auf Franken TV und Franken SAT zu sehen (Wiederholung am 31. Januar).

Vier Familien aus Mittelfranken stellt der Film vor, angefangen von einer Familie aus Uffenheim, deren Sohn erst 2009 zur Welt kam bis hin zu einer Familie aus Happurg, deren Kind nun seinen 29. Geburtstag feiern konnte - und das eine feste Stelle auf einem Bauhof hat. In Gesprächen mit Eltern, Geschwistern und Betroffenen ging Michael Aue der Frage nach, was es bedeutet, mit Down-Syndrom zu leben: Zwischen Verzweiflung, Hoffnung und Glück.




Das Baby mit schrägen Augen
Von Julia Kospach in Die Presse

Der Befund, den Johanna am dritten Lebenstag ihrer Tochter Steffi erhält, ist eindeutig: Trisomie 21. „Starr vor Schreck“ ist da Johanna, die erfolgreiche 34-jährige Architektin – und das Kind, „mit dem sie sich eben noch so verbunden gefühlt hat, liegt ihr plötzlich ganz fern, ist mit einem Mal zu einem geheimnisvollen, misstrauisch beäugten Objekt vom anderen Stern geworden, das sich, ohne zu fragen, bei ihr eingenistet hat.“ In Johanna wüten Überforderung, Angst und Hader, ihr Lebensgefährte ist keine große Hilfe: Mario weigert sich vorerst, der Diagnose zu glauben. Das Baby mit den schräg liegenden Augen wünscht Johanna sich weg. Es dauert seine Zeit, bis das „Einleben“ mit ihrem „Nichtstandardkind“, wie Johanna es bald vorzieht zu sagen, beginnt.

„Einleben“ ist auch der Titel des neuen Buchs von Ludwig Laher, in dem der oberösterreichische Schriftsteller die Geschichte von Johanna und Steffi erzählt – eine fiktive Geschichte nach dem Vorbild recherchierter Informationen über Kinder mit Downsyndrom und ihre Eltern: Es ist ein weiterer von Lahers feinen, akribisch recherchierten Dokumentarromanen über ein moralisch hoch aufgeladenes Thema, ein Terrain voller Fangschlingen, in dem jeder Satz eines Autors Gefahr läuft, in die Geiselhaft von politischer Überzeugungsarbeit, von Gutmenschentum oder Ideologie zu geraten – oder so gelesen zu werden. Unter solchen Vorzeichen im Literarischen zu bleiben, sein Sujet mit dem Tonrepertoire des Erzählers durchzukomponieren, das ist Lahers große Begabung. Darin gleicht er Erich Hackl, dem er zu Unrecht in Bekanntheit nachsteht.

2007 schrieb Laher in „Und nehmen, was kommt“ über das Leben und den schwierigen Ausstieg einer missbrauchten jungen slowakischen Romni aus der erzwungenen Prostitution und ihr Zusammenleben mit einem ehemaligen österreichischen Freier. So wie dieses Buch keine Pretty-Woman-Schnulze war, sondern ein Bericht über die Verwertung von Menschen im neuen Mitteleuropa, so ist „Einleben“ kein Buch über eine Schmerzensmutter mit behindertem Kind, sondern die Chronik eines tastenden Einlassens auf ein großes Wagnis, die Annahme eines „ungewünschten Geschenks“. Lahers Johanna ist eine selbstbewusste Frau, eine bürgerliche Intellektuelle, die alle Nuancen des öffentlichen Diskurses über Downsyndromkinder verfolgt und analysiert, sich selbst ebenso genau beobachtet wie ihre Tochter und mit ihrem Lebensgefährten hadert, der ihr in dem Maß Gluckentum vorwirft, in dem er ihr ansonsten die Pflichten des Alltags mit Steffi weitgehend überlässt. Die Beziehung scheitert – und das liegt nicht in erster Linie an den besonderen Herausforderungen, die das Leben mit Steffi für ihre Eltern mit sich bringt.

Zwischen „Staunen und Schrecken, Urteilsunmöglichkeit und Positionierungstasten“ lässt Johanna sich auf ihr Kind ein, registriert dabei auch die Kränkungen, die ihr von außen zustoßen – vom Jugendspracheschimpfwort „Mongo“ bis zu den als Anteilnahme getarnten grausamen Bemerkungen anderer Mütter im Kinderarztwartezimmer („Hat man da denn nicht rechtzeitig etwas machen können?“). In ihrem Tagebuch dokumentiert Johanna, wie sehr gerade auch „Nichtstandardmenschen“ nach den „Kriterien standardisierter Nützlichkeit“ beurteilt werden, und bemüht sich genau deswegen, von ihrer Tochter auch bei aller Förderung nicht zu viel zu verlangen. „Enttäuscht sein ist Anmaßung“ schreibt sich Johanna als Motto auf die Fahnen.

„Einleben“ ist eine Geschichte über einen vollkommenen Perspektivenwechsel, ein Buch, das einen Blick wirft in die Welt eines Kindes, in dem sich Entwicklungen langsamer und mit weniger Worten, aber darum nicht weniger einprägsam vollziehen. Ludwig Lahers Erzählstimme macht daraus Literatur.




Diskriminierendes Spielzeug
Von Andreas Zitzmann in der Frankfurter Rundschau

Die Puppe im Rollstuhl? Das Puppenkind, dessen Gesichtszüge deutlich vom Down Syndrom geprägt sind? Fehlanzeige im Kinderzimmer. Dort ist die kleine Welt von traditionellen Werten geprägt: Am Puppenherd steht die Frau, vor dem Puppenfernseher sitzt der Mann.

Die einzige dunkelhäutige Barbiepuppe trägt afrikanische Kleidung - nicht etwa das schicke Kostüm der erfolgreichen Managerin. Das bleibt den Weißen vorbehalten.

Das Hessische Puppenmuseum in Wilhelmsbad zeigt ab Februar eine Sonderausstellung, in der es um "Integration und Vielfalt" geht. Maren Raetzer, die Leiterin des Museums, will damit auch "gesellschaftlich Position beziehen". Die reale Lebenswelt entsteht auch im Kinderzimmer, dort wird auch gelernt. Und dort ist eben ein Puppenkind, dass zwei Väter als Eltern hat, bislang nicht zu finden.


Die neue Ausstellung

Sonderausstellung "Gemeinsam", vom 7. Februar bis 18. April. Weitere Informationen unter: www. hessisches-puppenmuseum.de.

Die Ausstellung gehört zu einem Veranstaltungsreigen, mit dem das Museum verstärkt auch Erwachsene ansprechen will. Es gilt einiges aufzuholen: Nachdem fast drei Jahre nur ein winzig kleines Renovierungs-Provisorium zur Verfügung stand, konnte das Haus im April vergangenen Jahres wiedereröffnet werden.

Seitdem wurden bereits 20.000 Besucher gezählt, berichtete Leiterin Raetzer am Freitag in einer Pressekonferenz. Im vergangenen Jahr konzentrierten sich die Sonderaktionen eher auf das junge Publikum, dass man so zurückgewinnen wollte. Jetzt sind "die Großen" an der Reihe.

Für sie gibt es nun auch abendliche Angebote, etwa für Schokoladen- oder Weinliebhaber. Auch will man immer wieder mal über die Puppenstube hinaus schauen und anderes Spielzeug zeigen, etwa aus Holz. Die Puppe soll allerdings ihre Vorrangstellung auf den rund 800 Quadratmeter Ausstellungsfläche behalten.

Neu ist auch, dass seit November das Museum samstags und sonntags durchgehend geöffnet ist. Und etwa ab dem Sommer sollen auch die Bauarbeiten auf dem Vorplatz ihren Abschluss finden. Besonders Busgruppen müssen derzeit längere Fußwege in Kauf nehmen. Raetzer hofft auch, dass mit der Sanierung der Säle, die ebenfalls in diesem Jahr beendet werden soll, die Attraktivität des ehemaligen Kurhauses Wilhelmsbad weiter wächst.

Hessisches Puppenmuseum, Parkpromenade 4, Hanau-Wilhelmsbad, Tel. 06181-86212. Geöffnet ist das Museum dienstags bis freitags von 10 bis 12 und von 14 bis 17 Uhr, samstags und sonntags von 10 bis 17 Uhr.

Filmtipp: Am achten Tag (Le huitième jour, The Eighth Day) mit Video

Montag, 11. Januar 2010

Filmtipp: Am achten Tag (Le huitième jour, The Eighth Day) mit Video, Film Fernsehen TV Kino, Behinderung Handicap, Down Syndrom, Down-Syndrome, Extrachromosom, Trisomie 21,

Genre: Drama

Inhalt: Übermüdet, vom Job genervt, und gerade von seiner Frau verlassen, rast Harry
gedankenversunken mit seinem BMW bei strömenden Regen durch die Nacht. Nur eine Sekunde schließt er die Augen, nimmt die Hände vom Lenkrad. Da knallt es, und der Wagen schleudert fast in den Graben. Geschockt stellt Harry fest, daß er einen Hund überfahren hat. Dann der nächste Schreck: aus der Dunkelheit kommt ein großer schlitzäugiger junger Mann auf ihn zu. Es ist Georges, der unter dem Down-Syndrom leidet und gerade aus dem Behindertenheim getürmt ist, um seine Mutter zu besuchen. Von Schuldgefühlen geplagt, bietet Harry Georges an, ihn nach Hause zu fahren. Eine Fahrt, die sehr viel länger als geplant werden soll. Gleichzeitig der Anfang einer wunderbaren Freundschaft zweier Männer, erfüllt mit der Hoffnung Liebe, Verständnis und einen Platz zu finden, an dem sich beide endlich zu Hause fühlen.

Cast: Daniel Auteuil, Pascal Duquenne, Miou-Miou, Henri Garcin, Isabelle Sadoyan, Michele Maes, Fabienne Loriaux

Regie: Jaco van Dormael

Drehbuch: Jaco van Dormael

Laufzeit: 118 Minuten

Credit: moviepilot



>>> Zum Trailer

Aktuell:

Filme in Originalsprache im Kino: Das gibts nicht allzuhäufig, zumindest nicht kostenlos und vor allem nicht, wenn die Originalsprache nicht englisch ist. In Südtirol wird aber ein solches -im letzten Jahr erfolgreich begonnenes- heuer Projekt fortgesetzt:

Ab Donnerstag, dem 14. Jänner, stehen in Bozen, Meran und Leifers wieder wöchentlich Filme in Originalsprache auf dem Spielplan. Dazu lädt, bei freiem Eintritt, das Amt für Zweisprachigkeit und Fremdsprachen.

Die Sprachenmediathek am Sandplatz 10 in Meran bringt Le huitième jour (Frankreich/Belgien 1996, Regie Jaco Van Dormael, Dauer 115 Minuten): “Am achten Tag” ist ein heiter, originell und fantasievoll inszeniertes Großstadtmärchen über die Freundschaft eines Bankmanagers mit einem Mann mit Down-Syndrom, die dazu führt, dass der “Normale” sein egozentrisches Verhalten überdenkt. In französischer Sprache mit französischen Untertiteln.

Info Credit: redakteur.cc

Filmtipp: Uwe geht zu Fuß (D 2009)

Dienstag, 5. Januar 2010

Filmtipp: Uwe geht zu Fuß (D 2009), Behinderung Handicap, deutsch, Deutschland, Down Syndrom, Down-Syndrome, Film Fernsehen TV Kino, Extrachromosom, Trisomie 21,

"Uwe geht zu Fuß"
Dokumentarfilm D 2009, 79 Min.
DVD ISBN: 9783981297003
>>> Website <<<

In einer Zeit, in der Menschen, die nicht der Normvorstellung unserer Gesellschaft entsprechen, schon lange in spezialisierte Einrichtungen ausgegliedert werden, kommt ein Film, der zeigt, was uns verloren geht.


“Uwe geht zu Fuß” ist laut Regisseur Florian von Westerholt ein “Low budget, big heart”-Film: „Dat is uns Uwe“ heißt es in Heikendorf, einer 8000-Seelen Gemeinde an der Kieler Förde. Uwe Pelzel, Jahrgang 1943, gehört zu den ältesten Menschen mit Down-Syndrom in Deutschland. .Der Film zeigt nicht nur seinen besonderen Lebensweg, sondern auch den selbstverständlichen Umgang seiner Gemeinde, die mit ihren gewachsenen Strukturen den politischen Begriff „Inklusion“ weder kennt noch braucht. Uwe ist heute noch 1. Betreuer des Fussballvereins, Löffelträger der Heikendorfer Knochenbruchgilde, war Namensgeber des legendären Uwe-Pelzel-Tenniscups, Dirigent der Show-Brass Band, Mitglied der Theatergruppe und einst einer der begehrtesten Tanzpartner weit und breit. Zu seinem 50. und 60. Geburtstag wurden Feste gefeiert, von denen man heute noch spricht.

Florian von Westerholt zeigt Uwe Pelzel und seine Gemeinde in einem Film mit einzigartigen Bildern und Geschichten, die Freude und Hoffnung machen. Sie offenbaren ganz nebenbei, wie wichtig die Vielschichtigkeit unserer Gesellschaft und unsere traditionellen, sozialen Strukturen für unsere Gegenwart und Zukunft sind.

Ein Film über das Glück.
Berührend, witzig, unterhaltsam und immer wieder überraschend.

Link: Uwe geht zu Fuß

Der etwas andere Schauspieler

Dienstag, 22. Dezember 2009

Von Frank Rothfuss
© 2009 STUTTGARTER NACHRICHTEN online

Der zehn Jahre alte Tim Krebs hat das Downsyndrom und mischt im "Tatort" Lannert und Bootz auf

Tim ist Schauspieler. Kein ganz normaler - doch welcher Schauspieler ist das schon? Der zehn Jahre alte Bub aus Luginsland ist ein Kind mit Downsyndrom. Doch down, also niedergeschlagen, ist er deshalb lange nicht: Im Stuttgart-"Tatort" spielt er eine Hauptrolle.


STUTTGART. Das Gespräch beginnt mit zwei schmählichen Niederlagen. Dass Tim mich an seinem Nintendo nass macht, geschenkt. Die kleine Spielkonsole ist für große Daumen nicht geschaffen. Aber die Schlappe am Tischkicker schmerzt. Dabei war ich mir sicher: Gegen das in vielen Kneipengängen antrainierte Können hat ein Zehnjähriger keine Chance. Pustekuchen. Gut, dass für eine Revanche keine Zeit bleibt. Denn eigentlich haben wir uns in Tims Zuhause in Luginsland verabredet, um über seine Rolle im neuen Stuttgart-"Tatort" zu sprechen.

Woraufhin wir wieder am Nintendo landen. Den habe er sich von der Gage gekauft, erzählt der Schüler der Karl-Schubert-Schule in Degerloch, einer heilpädagogischen Waldorfschule. Und ist so das Produkt seiner Filmkarriere. Die begann vor einem Jahr. Der SWR wollte für seinen Stuttgart-"Tatort" mit den Ermittlern Lannert und Bootz ein Drehbuch von Katrin Bühlig verfilmen. Darin geht es um den Tod des über 80 Jahre alten Anwalts Willy Schubert. Alle sind verdächtig. Seine Witwe Brise ist verwirrt, Sohn Peter braucht Geld, Schwiegersohn Holger Martens will die Kanzlei, und Tochter Eva fühlt sich überfordert: Sie arbeitet als Lehrerin, sorgt für die Eltern und zwei Kinder. Tochter Stella und Sohn Oli, ein Kind mit Downsyndrom.

Als Darsteller suchte man also ein Kind, bei dem das 21. Chromosom dreimal statt wie üblich zweimal vorhanden ist. Statt 46 Chromosomen haben sie 47 Chromosomen in jeder Körperzelle. 46 Plus heißt deshalb ein Verein, den Eltern aus Stuttgart gegründet haben. Sie wollen zeigen, dass ihre Kinder weder krank sind noch Pflegefälle und nicht mit Topfschnitt und in alten Klamotten des Vaters daherkommen. Dafür haben sie Plakate entworfen, die Kinder haben mit Promis für einen Kalender posiert, und sie sind vor allem Anlaufstelle für Eltern.

An diesen Verein 46 Plus wandte sich der SWR mit seiner Bitte. Mutter Maren Krebs und Tim hatten Interesse, fuhren nach Baden-Baden. Sie sprachen mit Regisseur Eoin Moore und Kamerafrau Cornelia Wiederholt. "Und eines Tages kam der Anruf: Tim ist dabei!", erinnert sich Maren Krebs. Im Februar wurde gedreht. Leider selten in Stuttgart. In einem schwäbischen "Tatort" steckt viel Baden drin. Es ging nach Kuppenheim, Karlsruhe und Baden-Baden. Acht Drehtage insgesamt, die Mutter immer dabei. Die Großeltern passten so lange auf Tims fünf Jahre alte Schwester Sina auf.

Der SWR hatte extra den Schauspiellehrer Jörg Andrees engagiert. "Ich habe vorher mit Tim geprobt", sagt Andrees, "dass seine Scheu weggeht, er sich auf die Situation einstellen und seine Texte kann." Dazu kam, dass Tim mit der schwierigsten Szene einsteigen musste. Beim Film gilt eine eigene Zeitrechnung, es wird nicht der Reihenfolge nach gedreht. So war Tims erster Einsatz als Oli eine der Schlussszenen, bei der Filmomi, Filmmama und Filmpapa anwesend sind. "Dass fiel ihm anfangs schwer", erinnert sich Maren Krebs, "dass da noch eine Mutter, noch ein Vater und noch eine Omi sind."

"Und ein Filmonkel!", ruft Tim. Gespielt von Andreas Schmidt, preisgekrönt etwa für "Sommer vorm Balkon", mit dem man im Hotel gemeinsam frühstückte. "Die beiden haben gleich einen Draht zueinander bekommen", sagt Maren Krebs. Wie überhaupt alle Rücksicht genommen hätten. "Wenn er mal nicht ,Leonie" rufen wollte, haben alle gewartet." Und wenn sich Tim austoben musste, rannte Eoin Moore mit ihm auf dem Waldfriedhof um die Wette. "Und mit meiner Filmschwester habe ich das L beim Polizei-Auto auf den Kopf gestellt", sagt Tim. "Das hat Spaß gemacht!" Wie das ganze Abenteuer Film. Es habe ihm gutgetan, sagt seine Mutter. "Er ist selbstbewusster geworden." Wie sie überhaupt über ihren Sohn gestaunt hat. Er hat allen Trubel problemlos gemeistert - und konnte sich auch noch verwandeln. Nicht nur, weil er sich im Film am liebsten als Zauberer zeigt. "Als Oli war er anders", sagt sie, "wenn gedreht wurde, war er Oli und nicht Tim." So sind sie die Schauspieler, wandelbar, mit Macken und nicht ganz normal. Doch welcher Schauspieler ist das schon?

Jungschauspieler Tim Krebs (10 Jahre, Down Syndrom) im Tatort "Altlasten" - Erstausstrahlung 27. 12. 2009

Freitag, 11. Dezember 2009



© 2009 Christian Günther / STUTTGARTER WOCHENBLATT

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Der zehnjährige Tim spielt im nächsten Stuttgart-"Tatort" an der Seite von Richy Müller und Felix Klare mit. Und er hat seine Sache gut gemacht. Und was soll daran besonders sein? Tim hat das Down-Syndrom. Wir haben ihn in Luginsland besucht und nachgefragt, was er bei den Dreharbeiten so alles erlebt hat.

Am Sonntag, 27. Dezember, können "Tatort"-Fans um 20.15 Uhr in der ARD den nächsten Stuttgart-"Tatort" mit dem Titel "Altlasten" genießen. Thorsten Lannert (Richy Müller) und Sebastian Bootz (Felix Klare) müssen innerhalb einer trauernden Familie ermitteln. Tochter Eva ist gefangen im Konflikt, sich um die Eltern zu kümmern und trotzdem ihren Beruf und ihre Kinder nicht zu vernachlässigen. Ein "Tatort" zum Nachdenken also. In einer Nebenrolle spielt der zehnjährige Tim aus Luginsland "Olli", eines der Kinder.

"Der SWR hat einfach bei uns zu Hause angerufen und gefragt, ob Tim mitmachen möchte", erinnert sich Maren Krebs. Zustande gekommen ist der Kontakt mit dem SWR über den Verein 46plus, in dem sich Maren Krebs ehrenamtlich engagiert.

Warum 46plus? "Weil Menschen mit Down-Syndrom 47 Chromosomen haben", sagt Maren Krebs. Der Verein möchte Berührungsängste und Vorurteile gegenüber dem Down-Syndrom abbauen, verkrustete Denkweisen aufbrechen. "Für Tim war es eine einmalige Gelegenheit, beim ,Tatort' mitzuspielen", freute sich Maren Krebs. "Mir hat's Spaß gemacht", erzählt Tim und zeigt stolz seinen Nintendo DS, den er sich von seinem Filmhonorar kaufen durfte.

Schwester Sina wird über all dem Trubel um Bruder Tim manchmal schon eifersüchtig. Acht Tage lang wurde in Karlsruhe und Baden-Baden gedreht, nur einmal in Stuttgart.

Am Anfang hatte Tim noch Schwierigkeiten zu verstehen, dass er nicht Tim spielt, sondern Olli, aber dann hat er seine Sache richtig gut gemacht, findet seine Mutter. Tim erinnert sich sehr gut an seine Filmfamilie. "Ich hatte einen Filmpapa und eine Filmmama", weiß Tim noch ganz genau.

"Das Filmteam wollte, dass er in Jogginghosen spielt, das fand ich gar nicht lustig und habe seine eigenen Klamotten ans Set mitgebracht, die er dann auch getragen hat", schmunzelt seine Mutter.

Sehr genossen haben beide auch die Hotelübernachtungen und die gute Stimmung am Dreh. "Das Filmteam und der Regisseur haben mich schlichtweg begeistert", schwärmt Maren Krebs von den aufregenden Drehtagen. Schauspielcoach Jörg Andres kümmerte sich ausschließlich um Tim.

Info: Der Stuttgart-"Tatort" "Altlasten" mit Richy Müller und Felix Klare als Kommissare und dem zehnjährigen Tim aus Luginsland wird in einer Preview im Metropol-Kino am 11. Dezember gezeigt (Karten unter http://www.filmbuerobw.de).

In der ARD wird der Tatort am 27. Dezember um 20.15 Uhr ausgestrahlt.

Herzlichen Glückwunsch! Ihr Kind hat Down-Syndrom. (Video)

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Für alle, die die Sendung auf 3sat verpasst haben und sich von den zwei verschiedenen Titeln nicht verwirren lassen:

>>> VIDEO: Ihr Kind hat Down-Syndrom I Pränataldiagnostik: Segen oder Fluch? <<<

Sender: 3sat | 04.12.2009 | 11:30
Ein Film von Anita Read

„Was der schönste Moment im Leben sein sollte, wurde der verwirrendste Moment unseres Lebens. Da wurde endlich dieses Wesen mit einer Saugglocke auf die Welt gezerrt und ich wurde gefragt, ob ich ihn haben möchte. Was für eine Frage! Der Arzt drehte sich sofort weg, auch die Hebamme gratulierte uns nicht. Niemals werde ich diesen Augenblick vergessen, in dem er mich aus seinen dunklen Augen anschaute. Ich sah sofort, dass er das Down Syndrom hatte.“ So beschreibt Birte Müller die Geburt ihres Sohnes Willi am 24. März 2007. Inzwischen haben Birte Müller und Matthias Wittkuhn eine Zeit voller Hoffnungen und menschlicher Enttäuschungen erlebt.

„Heute kann ich gar nicht mehr sagen, warum mich die Diagnose Down-Syndrom so sehr geschockt hat. Wir hätten uns gewünscht, dass die Ärzte offen und direkt mit uns reden. Wie hätte das dann ausgesehen? Etwa so: Herzlichen Glückwunsch, Ihr Kind hat das Down-Syndrom!“ ?
Trotz aller Anforderungen durch Willis Behinderung bewältigt die Familie den Alltag, bis Birte wieder schwanger wird. Verborgene Ängste werden lebendig, Sorgen wieder präsent. Alles dreht sich um die Frage: Was ist, wenn auch das zweite Kind behindert ist? Die Gynäkologin hat eine eindeutige Haltung, drängt die Familie zur Pränataldiagnostik. Birte und Matthias wissen allerdings, dass das Ergebnis einer solchen Diagnostik der Beginn eines nahezu unlösbaren moralischen Konfliktes sein kann.

Kamera: Knut Sodemann / Matthias Wittkuhn Schnitt: Florian Knobloch
Regie: Anita Read
Redaktion: Hiltrud Fischer-Taubert

Corky okay, Zahnputzmittel und 40 Jahre Hilfe für Behinderte

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Alles o. k., Corky

9. Dezember 2009, 00:38
1993–1994 (ARD). 22-tlg. USFamilienserie von Michael Bravermann (“Life Goes On“; 1989).

Charles „Corky“ Thatcher (Christopher Burke) ist ein 18-jähriger Junge mit Downsyndrom, der nach Jahren auf Spezialschulen für Behinderte auf eine reguläre Highschool wechselt und sich auch sonst bemüht, ein „normales“ Leben zu führen. Dabei unterstützt ihn seine Familie: die Eltern Drew (Bill Smitrovich), ein früherer Bauarbeiter, der nun ein Restaurant führt, und Libby (Patti LuPone), eine ehemalige Sängerin, die in der Werbung arbeitet, sowie Corkys jüngere Schwester Rebecca, genannt Becca (Kellie Martin), mit der er in eine Klasse geht. Auch Paige (Monique Lanier), Drews Tochter aus erster Ehe, zieht nach einer gescheiterten Beziehung wieder bei den Thatchers ein....
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Evaluation der mechanischen und chemischen Kontrolle des dentalen Biofilms bei Patienten mit Down-Syndrom

Vierzig institutionalisierte Kinder zwischen 7 und 13 Jahren in der Wechselgebissphase nahmen an dieser Studie teil. Eine experimentelle cross-over blinde klinische Studie wurde verwendet, mit folgenden Protokollen: fluoridierte Zahnputzmittel (Protokoll G1); fluoridierte Zahnputzmittel und Chlorhexidin (Protokoll G2); fluoridierte Zahnputzmittel und chlorhexidine und Färbetablette (Protokoll G3); und fluoridierte Zahnputzmittel und Färbetablette. Jede experimentelle Phase dauerte 10 Tage mit einer 15 tägigen Auswaschung. die Auswertungsparameter waren Plaque Index und Zahnfleischbluten.....
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40 Jahre Hilfe für Behinderte: Integration statt Ausgrenzung

Mit einem Gottesdienst am kommenden Sonntag, 13. Dezember, um 10 Uhr in St. Fidelis in Sigmaringen und einem anschließenden Festakt begeht ein Verein sein 40-jähriges Bestehen, der aus kleinen Anfängen heraus ganz viel erreicht hat. Erreicht für diejenigen, für die sich der langjährige Vorsitzende Hubert Schneider endlich eine Akzeptanz als „normal“ wünscht: Menschen mit einer Behinderung. Wenn sich die 69-jährige Wiltrud Glas an den Schock erinnert, als bei ihrer Tochter eine Behinderung festgestellt wurde, dann stockt auch heute noch ihr Atem.

Nicht wegen dem Kind an sich, das inzwischen erwachsen ist und ist und eine eigene Wohnung hat, es ist mehr die Erinnerung an das, was es nicht gab. „Keinen Kindergarten, keine Schule, keine Werkstatt.“ Vor 40 Jahren wollte sie das so nicht stehen lassen und gründete den verein „Hilfe für das behinderte Kind“, der mittlerweile als „Hilfe für Behinderte“ eine kreisweite Akzeptanz genießt und bewiesen hat, wie man mit Beharrlichkeit, Engagement und vielen guten Ideen eine ganze Menge erreichen kann. Wofür Kordula Rapp, die derzeitige Vorsitzende aus Ennetach „kämpfen musste, wie ein Glucke“, davon ist heutzutage eine ganze Menge selbstverständlich. Ihr Sohn Dominik hat Down-Syndrom, so wie auch Ansgar aus der Familie Schneider. Beide konnten zur Schule gehen, haben einen Platz in einer Werkstatt. Wenn man bedenkt, dass 1970 in Baden-Württemberg die ersten Sonderschullehrer vom Studium kamen, dass am 11. April 1972 der erste Unterrichtstag an der heutigen Fidelisschule in Sigmaringen stattfand, dann hat sich viel getan im Landkreis, der nach der Kreisreform zwei Schulen für Behinderte hatte: die heutige Aicher-Scholl-Schule in Renhardsweiler war dazugekommen....
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AT&S, Elise, IQUA-Net, Ohrenkuss, Tannöd, Wonderland und eine Erklärung zum Welttag der Menschen mit Behinderungen

Freitag, 4. Dezember 2009

AT&S unterstützt Down-Syndrom Kompetenzzentrum in Leoben-Hinterberg

Für AT&S, einem der leistungsstärksten Leiterplattenhersteller weltweit, ist es von wesentlicher Bedeutung, als Corporate Citizen einen Beitrag zu leisten und im Umfeld der Standorte engagierte Projekte zu fördern. Mit der Finanzierung eines Multimedia-Raumes unterstützte AT&S zuletzt das in Europa einzigartige Down-Syndrom Kompetenzzentrum in Leoben-Hinterberg.

Nach dem Motto „Leben, Lachen und Lernen“ betreibt der Verein „Hand in Hand“ in Leoben-Hinterberg, Österreich, ein europaweit einzigartiges Kompetenzzentrum für Menschen mit Down-Syndrom. Das Institut hat sich insbesondere auf die individuelle Diagnose und Förderung von Menschen mit dieser Chromosomenbesonderheit spezialisiert. Um die Fördermöglichkeiten und Erkenntnisse der modernen Hirnforschung den Eltern der betroffenen Kinder und Jugendlichen als deren primäre Bezugspersonen bestmöglich weitergeben zu können, entstand die Notwendigkeit eines Multimedia-Raumes, den AT&S mit ihrer Spende ermöglichte.....
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Elise will arbeiten
Elise Groß feiert einen ganz besonderen Tag - ihr letzter Schultag ist für sie der Aufbruch ins Berufsleben. Und dafür hat sich die 18-Jährige mit Down Syndrom eine Menge vorgenommen. Nach einem Praktikum im Euvea Hotel in Neuerburg will sie dort eine Ausbildung in Angriff nehmen. Nicht alle Schüler der Förderschule haben die Voraussetzungen dafür. Ein Ausbildungsplatz in der freien Marktwirtschaft ist trotz Behindertenquote nicht leicht zu finden. Das Freizeit- und Tagungshotel in Neuerburg funktioniert wie ein normaler Hotelbetrieb - nur das eben 20 Mitarbeiter geistig oder psychisch behindert sind. Gesellschafter sind zehn Behindertenorganisationen aus der Eifel. Belgien, Frankreich und Luxemburg....
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IQUA-Net: Die nächste Stufe wird gezündet
Inklusion heißt das Zauberwort, das dafür sorgen soll, dass künftig in allen Kindertageseinrichtungen alle Kinder willkommen sind. An zwei ausgewählten Standorten wird das Projekt vorangetrieben.

Heiner Kondschak singt ein Lied. "Es fängt gleich an", sagt er, kurz darauf singt er und spielt dazu Gitarre. Die Kinder wippen vergnügt mit den kleinen Beinchen, mit lachenden Gesichtern schauen sie auf den großen Schlacks mit den langen Haaren und dem Schnauzer vor dem Mund, aus dem so komische Sachen heraus kommen. Doch dann wirds ernst: Viele Erwachsene wollen nun was sagen und damit verkünden, dass auch sie sogleich was anfangen lassen wollen....
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Paradiesische Lesung der "Ohrenkuss"-Redaktion
Am Dienstag lesen Autorinnen und Autoren der Redaktion Ohrenkuss in der Lobby des Neubaus im Arp Museum aus eigenen Texten zu paradiesischen Themen. "Ohrenkuss ... da rein, da raus" ist ein vielfach prämiertes Lifestyle-Magazin mit Sitz in Bonn, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom....
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Volles Haus für "Tannöd" bei der Eifel-Premiere



Können wir heiraten?
Wie viele andere Paare mit Ende 20, denken auch Emma Bishop und Ben Marshall nach sechsjähriger Beziehung über eine Heirat nach. Allerdings ist das für die beiden nicht ganz einfach. Emma und Ben haben beide Trisomie 21. (auch Down Syndrom genannt) .....
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Erklärung zum Welttag der Menschen mit Behinderungen
Es ist schade, dass wir nur an einem Tag des Jahres innehalten und über die Menschen mit Behinderung und ihre Situation in Österreich nachdenken! Als Bischof, der sich den Lebensschutz auf die Fahne geschrieben hat, ist mir der 3. Dezember ein willkommener Anlass, um über verschiedene Entwicklungen nachzudenken, die in den letzten 30 bis 40 Jahren rund um behinderte Menschen in ganz Österreich geschehen sind.

In allen Bundesländern ist eine Vielfalt von beachtlichen Einrichtungen und Initiativen entstanden: Ausbildungsstätten, Wohngemeinschaften, Geschützte Werkstätten wurden in großer Zahl und Qualität errichtet. Vereinigungen wuchsen aus dem Boden, welche sich um Integration von Menschen mit Behinderungen bemühen - in der Schule, in den Arbeitsstätten, im gesamten öffentlichen Leben; die auch für die angemessene finanzielle Absicherung behinderter Menschen eintreten und wertvolle Möglichkeiten zur Erholung und Sport entfalten....
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TV-Tipps, Elterngruppe, Helden des Alltags, Best Buddies, Literaturpreis und noch einmal Seelenvögel

Mittwoch, 2. Dezember 2009

NDR 3. Dezember 18:15 Uhr

Reportage: Hamburger mit Down-Syndrom

Nicki Gerlach ist 22 Jahre alt und spielt Theater, Hockey, Klavier. Doch er ist anders als andere Erwachsene: Er hat das Down-Syndrom. Für den jungen Mann ist das kein Grund, auf etwas zu verzichten. In der Nordreportage „Nicki erobert das Leben“ gibt Gesa Berg einen Einblick in seinen Alltag in Hamburg: Wie lebt er? Wo arbeitet er? Was denkt er und wie fühlt es sich an, anders zu sein? .....



SWR 4. Dezember 18:15 Uhr

Ein behindertes Mädchen sucht seinen Weg




Vöcklabruck: Mütter gründen Down-Syndrom-Eltern-Gruppe

„46+1" nennt sich die Eltern-Kind Gruppe, die von den Müttern Ursula Fehringer aus Attnang-Puchheim und Birgit Brunsteiner aus Vöcklabruck ins Leben gerufen wurde. „46+1" ist eine Anspielung auf die 47 Chromosomen, die Menschen mit Down-Snydrom in ihren Körperzellen tragen - im Vergleich zu den 46 der anderen. Bei den gemeinsamen Treffen geht es in erster Linie um einen Austausch zwischen den Eltern und das gemeinsame Spiel der Kinder in angenehmer Atmosphäre.......




Preis für "Helden des Alltags"

... Eine von ihnen ist Angelika Schloeßer. Die 55-Jährige unterrichtet an der Georgschule, einer Hauptschule im nordrheinwestfälischen Euskirchen Deutsch, Erdkunde und katholische Religion. In der Abschlussklasse, von der sie via Online-Netzwerk vorgeschlagen wurde, gab es zwei an Trisomie 21 (Down-Syndrom) erkrankte Schüler. "Sie haben uns mit Geduld und Ausdauer klargemacht, dass so etwas jedem und jederzeit passieren kann, und wir ganz normal mit ihnen umzugehen haben", schreibt die Klasse in einem Dankesbrief an die Lehrerin. Die gelungene Integration der behinderten Mitschüler sieht auch Schloeßer als Hauptgrund für die Nominierung ...




„Best Buddies“ - Freundschaft als Lebenshilfe

Der Verein „Best Buddies“ vermittelt Freundschaften zwischen Menschen mit und ohne geistige Behinderung. Zum heutigen internationalen Tag der Behinderten hat die PNP ein Treffen unter Buddies (Freunden) in Passau begleitet....




Literaturpreis: Schreiben mit Downsyndrom

Das Vorurteil, dass Menschen mit Downsyndrom nicht lesen und schreiben können, ist weit verbreitet. Der Literaturpreis Ohrenschmaus beweist das Gegenteil: Seit drei Jahren reichen stets über hundert lernbehinderte Menschen ihre selbst geschriebenen Geschichten, Gedichte oder Lebensberichte ein. „Nicht Mitleidsbonus. Einfach Literatur“, sagte Felix Mitterer, der den Ehrenschutz über hat....



Ein kluger Film über das Leben

Es ist die schlimmste Angst aller Eltern: Was wird, wenn das eigene Kind krank wird und früh stirbt ? Da wird am Wesentlichen gerührt und all jene, die heil davongekommen sind, wollen es vielleicht gar nicht so genau wissen. Thomas Riedelsheimer muss gewusst haben, dass er keinen Publikumsrenner dreht, als er fast drei Jahre lang mit der Kamera drei Familien begleitete, in denen ein Kind an Leukämie erkrankt war....