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8. Sportfestival für Menschen mit Down-Syndrom am 12. Juni 2010 in Frankfurt

Samstag, 27. März 2010

von Simone Linne in der giessener-zeitung.de

Unter dem Motto „Unser Sommermärchen“ lädt die Initiative „Down-Syndrom – Wir gehören dazu“ zum 8. Deutschen Down-Sportlerfestival am Samstag, 12. Juni, nach Frankfurt ein.

Seit 2003 richtet die HEXAL Foundation gGmbH nun schon das Deutsche Down-Sportlerfestival aus. Für Menschen mit Down-Syndrom. Die Teilnehmer sind zwischen 4 und 50 Jahre alt und bekommen im Sport sonst nur selten Lob und Anerkennung. Das ist bei diesem Festival ganz anders und die Begeisterung bei den kleinen Sportlern und den Zuschauern ist riesengroß.

Angefangen hatte alles in Frankfurt mit 75 Sportlern und 250 Zuschauern. 2005 kam als zweiter Austragungsort Magdeburg hinzu. Heute nehmen an beiden Festen mehr als 800 Sportler und 3.500 Zuschauer teil. 400 ehrenamtliche Helfer betreuen die Teilnehmer während des Festivals. Zehn Sportdisziplinen werden inzwischen angeboten. Erstmals gibt es in diesem Jahr die Mini-WM; ein Fußballturnier mit Renate Lingor. Neu ist auch der Musical-Workshop „König der Löwen“.

Feierlicher Abschluss bildet auch in diesem Jahr die Siegerehrung. Jeder Sportler erhält aus den Händen unserer Promis eine Medaille und eine Urkunde. Die Schirmherrschaft übernimmt erneut Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth. Unterstützt wird das Festival durch zahlreiche Prominente, etwa von Joachim Hermann Luger („Vater Beimer“ aus der Lindenstraße), Bobby Brederlow (Bambi-Preisträger mit Down-Syndrom) und Henni Nachtsheim („Badesalz“).

Anmeldungen werden ab sofort entgegengenommen bei medandmore communication GmbH, 06172-9661-25, down-sportlerfestival@medandmore.de oder unter www.down-sportlerfestival.de.

Down-Syndrom & prominentes Engagement: Marcell Jansens (HSV) sinnvolle Beschäftigung während der Länderspielpause

Freitag, 5. März 2010


gefunden bei goal.com

Nationalspieler Marcell Jansen musste das Länderspiel gegen Argentinien wegen der Nachwirkungen einer Grippe absagen. Der HSV-Profi nutzte die Zwangspause für den Besuch eines Fußballteams, bei dem die Spieler am Down-Syndrom leiden. Mit dabei: Co-Trainer Eddy Sözer.

Kurz nach vier im Hamburger Stadtteil Eimsbüttel. Keiner hat den jungen, etwas blassen Mann mit der schwarzen Mütze kommen sehen. Bis auf den 13-jährigen Alex. „Hey Marcy“, ruft er und drückt ihn zur Begrüßung lange und kräftig wie einen alten Freund. Kurz darauf kommt auch Eddy Sözer durch die Tür der kleinen Sporthalle von Grün-Weiss Eimsbüttel. Alex hat eine Urkunde vorbereitet: „Für den besten Co-Trainer der Welt“. Sözer, der einen Tag vorher auf der Bank bei der 0:1-Niederlage des HSV in München ansehen musste und der gerade von einer Grippe genesene Jansen strahlen. Die zehn bis 13-jährigen Jungs mit Down Syndrom strahlen auch. Gute Voraussetzung für ein gemeinsames Training.

Soziale Einrichtungen aus Hamburg dürfen sich im Rahmen der Initiative „Hamburger Weg“ etwas vom HSV wünschen: Die Eimsbüttler haben sich ein Training gewünscht. Eddy Sözer holt nun die Bälle raus und stellt sich ins Tor. Alle schießen. Viele treffen. Auch Alex, HSV-Trikot, Lieblingsspieler Ruud van Nistelrooy. „Ich möchte auch mal so spielen wie Ruud“, sagt er.

Jansen, kann noch nicht mittrainieren. Wegen seiner Grippe musste der Nationalspieler das Länderspiel am morgigen Mittwoch gegen Argentinien absagen. Er nutzt die Zwangspause für einen Besuch bei Grün-Weiss. „Sehr lebendig die Jungs. Ist toll mit denen“, sagt er.