Foto © Canon Digital Cinema
Einen der ganz großen Filme zum Thema Menschen mit Behinderung hat sich Direktor Peter Cannon zum Vorbild genommen. Denn er erhofft sich mit JUST LIKE YOU eine ähnliche Reaktion beim Publikum hervorzurufen wie es seinerzeit "RAIN MAN" (Tom Cruise, Dustin Hoffman) tat.
Star des Films, dessen Dreharbeiten im April dieses Jahres in Australien begonnen haben, ist TY BELNAP (siehe auch: Ty's Story...written by Ty Belnap), einem sportlichen Allroundtalent, das bei der Verteilung der humanen Bausteine ein Chromosom extra abbekam.
Ty ist vielfacher Medaillengewinner bei Down-Syndrom-Schwimmweltmeisterschaften, hatte 6 Weltrekorde inne, von denen er immer noch zwei hält, obwohl er sich vom aktiven Schwimmsport zurückgezogen und auf Tennis umgesattelt hat.
Außerdem ist Ty Rettungsschwimmer im Mooloolaba Surf Club.
Gedreht wird der Film, dessen Story auf Tys Leben basiert, an Australiens Sunshine Coast.
Das Datum des Kinostarts ist uns noch nicht bekannt, aber da es sich um einen Independent Film mit den üblichen finanziellen Problemen handelt, ist momentan leider sowieso nur eine Ausstrahlung in Australien gesichert.
Sie können aber zwei Dinge tun, wenn es Ihnen die Sache wert ist:
- Sie können das Projekt mit einer Spende unterstützen.
- Sie können Anteile am Film kaufen.
(Beides via Website.)
Und damit Sie Ty schon einmal ein wenig persönlicher kennenlernen, haben wir hier noch den ersten Teil einer Dokumentation für Sie: One Morning With Ty.
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Film: Just like U (Australien 2010) mit Ty Belnap - einem Rettungsschwimmer mit Down-Syndrom
Augenblicke voller Zauber
Auszug aus Die Bestenliste (Leander Broeder)
Vor einiger Zeit standen bei einer Paralympic neun Athleten, alle geistig oder körperlich behindert, an der Startlinie für den 100-Meter-Lauf.
Der Startschuss fiel und das Rennen begann.
Nicht jeder konnte rennen, aber jeder wollte dabei sein und gewinnen.
Ein Junge stolperte und fiel, überschlug sich einige Male und… begann daraufhin zu weinen. Die anderen acht hörten das Weinen. Sie wurden langsamer und sahen nach hinten. Sie hielten an und kamen zurück. Alle acht.
Ein Mädchen mit Down-Syndrom setzte sich zu dem Jungen und umarmte ihn.
Die anderen machten es ihr nach. Dann gingen alle neun, Schulter an Schulter, über die Ziellinie. Alle Zuschauer standen auf und applaudierten. Der Applaus dauerte sehr lange. Die Erinnerung daran bleibt unvergessen und erfüllt heute noch die Herzen der Menschen.
Manchmal erlebt man Augenblicke voller Zauber, von denen man sich wünscht, dass man ihnen Dauer verleihen könnte. Momente wie diesen.
8. Sportfestival für Menschen mit Down-Syndrom am 12. Juni 2010 in Frankfurt
von Simone Linne in der giessener-zeitung.de
Unter dem Motto „Unser Sommermärchen“ lädt die Initiative „Down-Syndrom – Wir gehören dazu“ zum 8. Deutschen Down-Sportlerfestival am Samstag, 12. Juni, nach Frankfurt ein.
Seit 2003 richtet die HEXAL Foundation gGmbH nun schon das Deutsche Down-Sportlerfestival aus. Für Menschen mit Down-Syndrom. Die Teilnehmer sind zwischen 4 und 50 Jahre alt und bekommen im Sport sonst nur selten Lob und Anerkennung. Das ist bei diesem Festival ganz anders und die Begeisterung bei den kleinen Sportlern und den Zuschauern ist riesengroß.
Angefangen hatte alles in Frankfurt mit 75 Sportlern und 250 Zuschauern. 2005 kam als zweiter Austragungsort Magdeburg hinzu. Heute nehmen an beiden Festen mehr als 800 Sportler und 3.500 Zuschauer teil. 400 ehrenamtliche Helfer betreuen die Teilnehmer während des Festivals. Zehn Sportdisziplinen werden inzwischen angeboten. Erstmals gibt es in diesem Jahr die Mini-WM; ein Fußballturnier mit Renate Lingor. Neu ist auch der Musical-Workshop „König der Löwen“.
Feierlicher Abschluss bildet auch in diesem Jahr die Siegerehrung. Jeder Sportler erhält aus den Händen unserer Promis eine Medaille und eine Urkunde. Die Schirmherrschaft übernimmt erneut Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth. Unterstützt wird das Festival durch zahlreiche Prominente, etwa von Joachim Hermann Luger („Vater Beimer“ aus der Lindenstraße), Bobby Brederlow (Bambi-Preisträger mit Down-Syndrom) und Henni Nachtsheim („Badesalz“).
Anmeldungen werden ab sofort entgegengenommen bei medandmore communication GmbH, 06172-9661-25, down-sportlerfestival@medandmore.de oder unter www.down-sportlerfestival.de.
Francesco Totti kommentiert die mittlerweile deaktivierte italienische Facebook-Gruppe “Tiro a segno sui down” (“Zielschiessen mit Down-Kindern”)
Originalquelle: diversamenteaff-abile.gazzetta
Deutschsprachige Quelle: altravita.com
“Ich sehe sie jeden Samstag in meiner Fussballschule und für sie, nur für sie, arbeite ich als Trainer. Sie sind meine anderen Kinder, diese Gruppe von divers begabten Kindern, die in meinem seit 4 Jahren bestehenden Projekt mit Erfolg Fussball spielen. Wie ich es schon in meinem Buch ausgedrückt habe, das ich genau ihnen gewidmet habe, sind alle Kinder gleich und wenn sie Fussball spielen rufen alle “Ey, gib mir den Ball”; die sogenannten Normalen und die sogenannten Andersartigen, so dass ich das Projekt, das sich ihnen widmet, mit ein bisschen Ironie, die braucht man immer, “Geben wir der Andersartigkeit einen Tritt” genannt habe. Mich bewegt und reisst mit, wenn ich sie trainiere: um manche Hürden zu überwinden hilft manchmal eben auch ein Ball. Sie spielen und besiegen die Schüchternheit, die Angst, als etwas Abartiges gesehen zu werden, auch die Wut über bestimmte absurde Behandlungen, mit denen sie von den sogenanten Normalen bedacht werden, oft selbst ohne böse Absicht. Ich beobachte sie, ich verbringe Zeit mit ihnen und dann fällt mir immer ein, dass wir glauben, wir müssten ihnen, den andersartig Begabten, helfen sich zu bewegen und viele Dinge zu verstehen, wohingegen wir am Ende erstaunt feststellen müssen, dass es viel mehr sie sind, die uns viele Dinge beibringen.”
(Francesco Totti)
“Li vedo tutti sabati alla mia scuola calcio e per loro, solo per loro, faccio l’allenatore. Sono gli altri miei figli, il gruppo di ragazzi diversamente abili che, nel mio progetto che va avanti da quattro anni, giocano a pallone con successo. Come ho messo anche nel libro che ho dedicato proprio a loro, i bambini sono tutti uguali e quando giocano a pallone fanno “Ahò, passame la palla”. Quelli cosiddetti normali e quelli cosiddetti diversi, tanto che il progetto che li riguarda l’ho chiamato, con un po’ d’ironia, che ci vuole sempre, “Diamo un calcio alla diversità”. Quando li alleno mi emoziono, mi commuovo: per vincere certe barriere può servire anche un pallone. Loro giocano e vincono la timidezza, la paura di essere considerati particolari, anche la rabbia di certi trattamenti assurdi che i cosiddetti normali gli regalano, spesso anche senza volere. Li guardo, sto con loro e mi viene sempre in mente che noi pensiamo di doverli aiutare, i diversamente abili, a muoversi, a capire molte cose, invece, alla fine, scopriamo che sono loro a insegnare tante cose a noi”.(Francesco Totti)
Nachahmenswert: Die „Wasserfreunde Blau-Weiß“ helfen Kindern mit Behinderungen und bringen ihnen Schwimmen bei.
© KÖLNER STADT-ANZEIGER
Troisdorf - Stolz auf einen sechsten Platz in Gold bei „Sterne des Sports“ ist der Troisdorfer Schwimmverein: Als einer von 17 Vereinen wurde er in Berlin von Bundeskanzlerin Angela Merkel ausgezeichnet. Der sechste Platz ist mit 1000 Euro dotiert. Seit zehn Jahren können Kinder mit Behinderungen bei den „Wasserfreunden Blau-Weiß“ schwimmen lernen, Kinder mit Down-Syndrom ebenso wie mit Wahrnehmungs- oder Aufmerksamkeitsstörungen. Besonders wichtig ist den Wasserfreunden dabei auch die spätere Integration der Förderkinder in die regulären Trainingsgruppen. Bundessieger und somit Empfänger von 10 000 Euro wurde der Polizeisportverein Saar mit einem Angebot „Tanzen als Sport und Therapie für chronisch Kranke und Behinderte“.
Die „Sterne des Sports“ werden gemeinsam vom Deutschen Olympischen Sport-Bund sowie den Volks- und Raiffeisenbanken verliehen. Die Wasserfreunde hatten sich zuvor als Landessieger für das Finale qualifiziert - und dafür eine Prämie von 3000 Euro erhalten.
Ohne Hemmungen – Menschen mit Behinderung im Boxclub
von Karin Ullmann bei Alle inlusive
Vor eineinhalb Jahren nahm Christian zum ersten Mal am Training teil. Heute ist er noch immer regelmäßig im Boxclub aktiv – und andere sind seinem Beispiel gefolgt. Christian ist ein junger Mann mit Down-Syndrom.
Inzwischen ist es selbstverständlich im Boxclub “Maylife” am Fühlinger See in der Nähe von Köln, dass Menschen mit und ohne Behinderung dort zusammen trainieren. Beim Aufwärmtraining im Boxstudio von Olympiasieger Torsten May drehen der junge Mann mit Down-Syndrom und die jungen Männer im Rollstuhl genauso ihre Runden um den Boxring wie alle anderen auch. Das Boxen stärkt dabei nicht nur die Muskeln und die Ausdauer, sondern auch das Selbstvertrauen. Und ganz nebenbei baut es auch Hemmschwellen beim Umgang miteinander ab.
So wie in diesem Studio kann ein gelungenes Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung aussehen. Sie gehen mit gutem Beispiel voran: nicht nur Christian, sondern auch die Familie May, die den Boxclub betreibt.
Und: Dem Sandsack ist es sowieso egal, wer auf ihn eindrischt…
Nähere Informationen zum inklusiven Boxclub finden Sie hier: Maylife
Hier können Sie einen Fernsehbericht über das Boxtraining im Boxclub “Maylife” ansehen: Maylife Fernsehbericht
Labels: Behinderung Handicap, deutsch, Deutschland, Down Syndrom, Down-Syndrome, Kind, Sport, Trisomie 21