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OLE (Wielebinski) olé!

Donnerstag, 30. Januar 2014

Trisomie 21, Kunst Fotografie, Krankheit Gesundheit Medizin, Geschichten Stories, Fotos, Extrachromosom, Down-Syndrome, Down Syndrom, Down-Syndrom Blogs, deutsch, Deutschland, Behinderung Handicap,
Credit: http://www.ole-wielebinski.de
Wissen Sie, wie man Fehler findet?
Ja, genau. Indem man sie sucht.

So könnte man, wenn man auf Oles Website auf den Reiter Wer ist Ole? klickt, auf den den Gedanken kommen, Ole sei 4 Jahre alt. Ist er natürlich nicht mehr. Aber wen es wirklich interessiert, der (gibt vielleicht einmal kurz und freundlich den Hinweis weiter, wenn es ihm denn auf Exaktheit in dieser Hinsicht ankommt, aber ...) beachtet eine solche Kleinigkeit überhaupt nicht und stürzt sich besser auf den Inhalt der Website.

Und die ist toll!

Abgesehen von Text und Fotos - und beachten Sie bitte, dass das ganze Unternehmen im www-Umzug begriffen ist - sind uns zwei Dinge noch als extra-positiv aufgefallen. Zum einen wird da das Wort "Mutti" benutzt. Da Ihr Autor hier seit langer Zeit im weit entfernten und fremdsprachigen Ausland lebt, bekommt er bestimmte Entwicklungen in seiner Muttersprache nur auf Umwegen mit. Ihm ist aber (vor allem anhand diverser Mediatheken) aufgefallen, dass das Wort "Mutti" scheinbar nicht mehr allzu angesagt ist. Das alternativ verwendete "Mama" allerdings kam ihm seit langem irgendwie verkrampft vor. Ergo: Toll, dass (noch) jemand einfach so "Mutti" sagt.

Die Rede war von ZWEI Extradingen. Und bei Nummer 2 geht es einfach darum, wie jeder einzelne Blogbeitrag endet. Nämlich in einem Zitat. Jeweils von einer mehr oder weniger berühmten Persönlichkeit der mittel- oder langfristigen Vergangenheit unserer aktuellen Zivilisation. Aber auf den Bekanntheitsgrad kommt es gar nicht an. Der Inhalt dieser Zitate ist es, der sogar den "Abspann" jedes einzelnen Posts spannend macht.

Wir wünschen ihnen viel Vergnügen: DER OLE-BLOG  

Blog: Carina Kühne

Mittwoch, 30. November 2011

Viele von uns Eltern von Kindern mit dem Extrachromosom wagen nur bedingt, über die langfristige Zukunft unserer kleinen Helden nachzudenken. Was könnte uns da besser gelegen kommen als ein erwachsener Mensch mit Down-Syndrom, der uns an seinem Leben teilhaben lässt?

Carina Kühne ist eine junge Frau, die uns einfach erzählt, was sie so bewegt und berührt. Dabei legt sie, wenn sie es für angebracht hält, auch schon mal den Finger auf diese oder jene Wunde in unserer Gesellschaft. Es ist aber nie ein erhobener und von "lauten" Worten begleiteter Zeigefinger. Carina erzählt nie aus der Position "Ich armes, behindertes Mädchen" heraus, sondern trotz so einiger negativer Erfahrungen vielmehr aus einer Position der Stärke. Was vermuten lässt, dass Carina ein tiefes  Gleichgewicht und starken emotionalen Frieden in sich birgt.

Sie nimmt kein Blatt vor den Mund - warum sollte sie auch? - wenn sie uns zum Beispiel davon berichtet, dass sie für gewisse mediale Produktionen als "nicht behindert genug" angesehen wird, während sie auf der anderen Seite doch als "zu behindert" eingestuft wird, wenn es darum geht, eine Arbeit zu finden.

Genausowenig nimmt Carina allerdings ein Blatt vor den Mund, wenn es gilt, von all den schönen Dingen zu berichten, die ihr passieren.

Unser Urteil: Besonders wertvoll!

Egal, ob Sie direkt etwas mit dem Thema Down-Syndrom zu tun haben oder nicht - Tauchen Sie einfach einmal ein in:

Carinas Welt !

Blog: Simon

Freitag, 21. Oktober 2011




Simons "Bande" erzählt uns:
Simon hat 4 Schwestern und mit seiner Mama muss er sich gar um 5 Frauen kümmern, doch zum Glück gibts da noch seinen Papa,der ihm immer tatkräftig zur Seite steht.Unser Schatz Simon Josef wurde,um fast 2Monate zu früh,am 22.5.2009geboren. Wir erfuhren ein paar Tage noch vor der Geburt,dass Simon mit einem Chromoson zu viel auf die Welt kommen wird.Es war anfangs schwer vorstellbar so einen besonderen Bruder/Sohn zu haben,doch durch den starken Zusammenhalt der Familie wurde uns schnell klar,dass Simon das BESTE ist was uns je passieren konnte!

                   
                                            ZUM BLOG

Blog: Emmas Neuigkeiten-Blog

Freitag, 29. Oktober 2010

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In wenigen Tagen wird der erste Geburtstag gefeiert. Und vor wenigen Tagen wurde der erste Geburtstag gefeiert. Vor wenigen Tagen wurde Emma ein Jahr alt. Und in diesem einen Jahr ist ganze Menge passiert. In wenigen Tagen wird Emmas Blog ein Jahr alt. Und dort kann man prima nachlesen (und anhand vieler toller Fotos auch sehen), was alles so passiert ist in diesem einen Jahr:

>>> ZUM BLOG

Blog: Louis grosse Welt

Montag, 5. Juli 2010

Blog: Louis grosse Welt, Behinderung Handicap, deutsch, Deutschland, Down Syndrom, Down-Syndrom Blogs, Down-Syndrome, Extrachromosom, Kind, Trisomie 21,
Die ersten 4 Jahre in Louis' Leben wurden auf auf einer Website liebevoll festgehalten.
Inklusive hinterher getragener Pupse (na, jetzt gehen Sie mal auf die Suche, wo dieses Zitat zu finden ist!)

Seit 2010 wird gebloggt.
Mal mehr, mal weniger.
Hoffentlich bald wieder mehr, einen Juli-Eintrag haben wir ja schon.

Auch bei Louis wird nicht nur erzählt, sondern es gibt viele schöne Fotos dazu:

>>> ZUM BLOG

Blog: Madeleine aus Lieboch

Freitag, 2. Juli 2010

Blog: Madeleine aus Lieboch, Behinderung Handicap, deutsch, Down Syndrom, Down-Syndrom Blogs, Down-Syndrome, Extrachromosom, Kind, Trisomie 21, Österreich,

So ein Counter ganz oben auf einer Website ist eine feine Sache.
Da müssen wir nämlich gar nicht erst den Steckbrief bemühen, um zu erfahren, dass Madeleine schon fast fünfeinhalb Jahre alt ist.
Fünfeinhalb aufregende Jahre, davon die letzten beiden per Blog und mit vielen, vielen Fotos gewürzt mit uns geteilt.
Herrlicher Lesestoff für mehr als ein paar Tage!

>>> ZUM BLOG

Film: Little Baby Jesus of Flandr (mit Trailer Video)

Mittwoch, 30. Juni 2010

Film: Little Baby Jesus of Flandr (mit Trailer Video), Down-Syndrome, Extrachromosom, Behinderung Handicap, Down Syndrom, Trisomie 21, Film Fernsehen TV Kino, Kunst Fotografie,

Originaltitel: En Waar De Sterne Bleef Stille Staan
Genre: Drama, Literaturverfilmung
Produktionsland: Belgien
Produktionsjahr: 2010
Länge: 74 (Min.)
Regie: Gust Van Den Berghe
Drehbuch: Gust Van den Berghe
Kamera: Hans Bruch Jr.
Schnitt: David Verdurme
Musik: Va Fan Fare
Hauptdarsteller: Jelle Palmaerts, Peter Janssens, Paul Mertens

Auszug aus Es war einmal im kalten Flandern... (Filmkritik bei kino-zeit.de):

"Beinahe alle Rollen in Gust Van Den Berghes Film werden von Menschen mit Down-Syndrom gespielt. Die Wirkung dieses inszenatorischen Kniffes ist verblüffend: Die spröde, manchmal beinahe naiv wirkende Schönheit des Ausgangstextes und der beinahe kindliche Glaube, der sich in ihm widerspiegelt, wird in dem nur 74 Minuten langen Film in einer Weise greifbar, die wohl kaum anders herzustellen gewesen wäre. Gut möglich, dass manche Zuschauer dies als geschmacklos empfinden und mit der spröden Inszenierungsweise van den Berghes nichts anfangen können, die im heutigen Kino in ihrer Zeitlosigkeit nahezu einzigartig sein dürfte und die an große Filmkünstler wie Pier Paolo Pasolini oder Einzelgänger wie Belà Tarr erinnert und immer wieder auf Gestaltungselemente des Theaters verweist. ..."

Blog: Neues von Samea Tirza

Dienstag, 22. Juni 2010

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Vor anderthalb Wochen ist Samea-Tirza schon 4 Jahre alt geworden.
Und vor 2 Wochen hat ihre Mama angefangen zu bloggen.
Und das ist toll.
Vor allem auch, weil ihre Mama sich die Mühe macht, uns ganz viele Fotos zu zeigen.
Und damit schicken wir Sie einfach mitten hinein ins Geschehen:

>>> ZUM BLOG

Neues Buch: Meine besondere Tochter - Liebe zu einem Kind mit Behinderung von Doro May

Montag, 21. Juni 2010

Artikel von Andreas Laska
bei PR Inside
Foto Cover: Augsburger Sankt Ulrich Verlag
Download Cover (300 dpi)

Neues Buch: Meine besondere Tochter - Liebe zu einem Kind mit Behinderung von Doro May, Trisomie 21, Deutschland, deutsch, Buch Literatur, Behinderung Handicap, Down Syndrom, Down-Syndrome, Kind, Baby, Extrachromosom,
„Herzlichen Glückwunsch. Was ist es denn?", fragt die Putzfrau im Krankenhaus. „Es ist – behindert antwortet die junge Mutter und erschrickt über sich selbst. Doch Doro May lernt schnell. Ihre Tochter Tina ist nicht nur schwerbehindert, sie ist auch etwas ganz Besonderes. Ihr „Anderes Kind“ hat eben andere Pläne mit ihr und zeigt ihr eine Welt, die sie bis dato nicht kannte. Wie Doro May diese Welt entdeckt, sie trotz
aller Sorgen und Ängste mehr und mehr schätzen und lieben lernt, beschreibt sie in ihrem bewegenden autobiografischen Buch. „Meine besondere Tochter. Liebe zu einem Kind mit Behinderung“ lautet der Titel des Bandes, der dieser Tage im Augsburger Sankt Ulrich Verlag erscheint.

Nicht ist mehr wie früher in Doro Mays Leben, seit Tina auf der Welt ist. Das „Andere Kind“ krempelt den Haushalt der Mays gründlich um – was bisweilen sogar wörtlich zu verstehen ist. Tina hat das Down Syndrom und ist Autistin. An sie heranzukommen ist schwer, für Außenstehende gar oft unmöglich. Oft zerrt sie mit aller Kraft an den Nerven ihrer Eltern. Doro May aber liebt ihre Tochter von ganzem Herzen, lässt keine Therapie und keine Förderung aus, die ihr „Anderes Kind“ weiterbringen könnte. Sie kämpft – gegen Vorurteile, gegen Schubladendenken und gegen bürokratische Hürden, vor allem aber für ihr Kind. Und sie holt schließlich das Beste für Tina heraus.

„Meine besondere Tochter“ ist der Lebensbericht einer starken Frau, ein Buch nicht ohne drastischen Realismus und doch voller Wärme und Liebe. Ungeschminkt, authentisch, berührend.


Die Autorin:
Doro May wurde 1953 in Essen geboren und studierte Germanistik, Musik und Erziehungs-wissenschaften. Seit mehr als 20 Jahren unterrichtet sie an einem Aachener Gymnasium Deutsch, Musik und Pädagogik. Sie ist verheiratet und hat drei Töchter. Tina ist ihre zweite Tochter.


Doro May
Meine besondere Tochter
Liebe zu einem Kind mit Behinderung
ISBN 978-3-86744-161-2
kt, 144 Seiten, 135 mm x 210 mm
EUR 16,90 (D), sFr 28,50, EUR 17,40 (A)

Blog: Special Edition - Sontje-Lucia

Mittwoch, 16. Juni 2010

Hach, ist das schön!
Sontje-Lucia ist mal gerade minus 5 Monate alt und hat schon einen perfekt ausgewählten und wunderschön klingenden Namen.
Und eine sehnsüchtig auf sie wartende Familie inklusive Hund Connor, Pony Ronja und der Meerschweichengang.
Und auf Reisen will sie auch noch gehen, bevor sie überhaupt zum ersten Mal das Sontje-Lucia (etwas freier übersetzt geht doch "Sonnenlicht" bestimmt auch durch, oder, Bubbels?) erblickt!

Na, das kann ja (nichts anderes als) heiter werden!
Zumal Sontjes Ankunft die geschwisterliche Familien-Aufteilung anscheinend geradezu perfektionieren wird. Zwei Lausbuben (Kilian und Elias ... 3 und 6 Jahre alt) und Antonia (10) werden es schon schaffen (mit anderen Worten: kaum verhindern können oder wollen), Sontje den als gerade Zahl mathematisch unmöglichen Mittelpunkt von 3 werden zu lassen. Oder von 5.

Liebe Sontje-Lucia!
Nur damit Du es weißt.
Da sind neben Deinen Eltern und Geschwistern und Großeltern und Onkeln und Tanten und Cousins und Cousinen eine Menge Leute mehr, die sich auf Dich freuen!!!

>>> ZUM BLOG

Film: Just like U (Australien 2010) mit Ty Belnap - einem Rettungsschwimmer mit Down-Syndrom

Donnerstag, 10. Juni 2010

Foto © Canon Digital Cinema

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Einen der ganz großen Filme zum Thema Menschen mit Behinderung hat sich Direktor Peter Cannon zum Vorbild genommen. Denn er erhofft sich mit JUST LIKE YOU eine ähnliche Reaktion beim Publikum hervorzurufen wie es seinerzeit "RAIN MAN" (Tom Cruise, Dustin Hoffman) tat.

Star des Films, dessen Dreharbeiten im April dieses Jahres in Australien begonnen haben, ist TY BELNAP (siehe auch: Ty's Story...written by Ty Belnap), einem sportlichen Allroundtalent, das bei der Verteilung der humanen Bausteine ein Chromosom extra abbekam.
Ty ist vielfacher Medaillengewinner bei Down-Syndrom-Schwimmweltmeisterschaften, hatte 6 Weltrekorde inne, von denen er immer noch zwei hält, obwohl er sich vom aktiven Schwimmsport zurückgezogen und auf Tennis umgesattelt hat.
Außerdem ist Ty Rettungsschwimmer im Mooloolaba Surf Club.

Gedreht wird der Film, dessen Story auf Tys Leben basiert, an Australiens Sunshine Coast.

Das Datum des Kinostarts ist uns noch nicht bekannt, aber da es sich um einen Independent Film mit den üblichen finanziellen Problemen handelt, ist momentan leider sowieso nur eine Ausstrahlung in Australien gesichert.

Sie können aber zwei Dinge tun, wenn es Ihnen die Sache wert ist:
- Sie können das Projekt mit einer Spende unterstützen.
- Sie können Anteile am Film kaufen.
(Beides via Website.)

Und damit Sie Ty schon einmal ein wenig persönlicher kennenlernen, haben wir hier noch den ersten Teil einer Dokumentation für Sie: One Morning With Ty.

Alessandra Fatuzzi - Darf eine junge Frau mit Down-Syndrom (mit-)verantwortlich für die Erziehung meiner Kinder sein?

Mittwoch, 9. Juni 2010

Wir stellen diese Frage bewusst ein wenig provokativ.
Um zu verstehen, worum es überhaupt geht, müssen Sie sich aber erst einmal folgendes Video ansehen: Kindergärtnerin mit Down-Syndrom (Kurzreportage im Schweizer Fernsehen) - verbunden mit Dank an Lydias Mami für den Hinweis.

Einverstanden: Menschen mit Down-Syndrom haben ein anderes Potential als Menschen ohne Down-Syndrom. Neue Tätigkeitsbereiche und selbst neue Berufe werden geschaffen.
Dass man in unserem Fall den Schritt getan hat, INKLUSION (welche unseres Erachtens erst als verwirklicht betrachtet werden kann, wenn man das Wort nicht mehr braucht) so groß zu schreiben, dass man einen Menschen mit Down-Syndrom aktiv an der Erziehung von Kindern teilhaben lässt, ist zweifellos extrem lobenswert.

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Foto: Alessandra Fatuzzi im Schweizer Fernsehen

Wie aktiv ist nun aber Alessandras neu geschaffener Berufszweig wirklich?
Welche Verantwortung besitzt sie?
Ist der Begriff "Kindergärtnerin" gerechtfertigt; handelt es sich tatsächlich um einen halbwegs vollwertigen Arbeitsplatz, oder geht es eher um eine für den Krippenbetreiber billige Stelle als Hilfskraft?

Diese und viele andere Fragen stellten sich uns sofort beim ersten Ansehen des Berichts.
Es wird nicht gesagt, wie viele Stunden Alessandra pro Tag, Woche oder Monat in der Kinderkrippe tätig ist. Es wird nicht allzuviel davon gezeigt, wie die "Spielassistentin" mit den Kindern zusammen ist und ihnen möglicherweise sogar etwas zeigt.
In der Küche und beim Saubermachen - meist also fein im Hintergrund - sehen wir Alessandra. Ausnahmen: Beim Füttern und Händewaschen sehen wir sie tatsächlich zusammen mit den Kindern.

Wir können vorstellen, dass Lydias Mami etwas betrübt von folgendem Umstand ist: Alessandras Bezahlung.
Da ist in der Reportage einerseits die Rede von einer 10-jährigen Ausbildung und einem extra neu geschaffenen Beruf, und fast im gleichen Atemzug spricht man dann von einem symbolischen Lohn von 230 Euro pro Monat als Entschädigung.


Damit niemand die Richtung unserer Kritik fehlinterpretiere:

Alessandra ist dort, die Kinder haben jeden Tag mehr als indirekten Kontakt mit ihr. Die Meinungen der befragten Eltern und der Direktorin ernten unseren Beifall. Im Großen und Ganzen beurteilen wir die Angelegenheit also als eine fantastische mit gigantischem Potential (hinsichtlich einer realistischen Umsetzung des humanen - nicht des politischen - Ziels der Integration von Menschen mit Behinderung).

Aber am Detail muss noch gearbeitet werden.

Wenn es sich um einen Hilfsjob handelt, dann sollte man ihn auch so nennen und keine Schönfärberei betreiben - das kann auf lange Sicht nicht im Sinne der Sache sein.
Wenn es sich um einen JOB handelt, dann sollte dieser auch ENTLOHNT und nicht ein symbolischer Pipibetrag als Anerkennung und Entschädigung überreicht werden.
Wozu Alessandra dort in der Krippe beruflich wirklich in der Lage und was dies an finanzieller Gegenleistung wert wäre, steht auf einem anderen und gewiss nicht unstreitbaren Blatt, aber vielleicht sollte man sich auch darüber noch einmal Gedanken machen.
Denn solange zumindest der Eindruck entsteht, dass Alessandra nur dort in der Krippe sein darf (im Sinne von "geduldet werden"), ist das Ziel der Gleichbehandlung noch nicht erreicht.

Trotzdem sei noch einmal unser Hut gezogen vor dieser wichtigen Entscheidung, die man getroffen hat und welche unter den (noch) herrschenden Umständen aus Sicht der Kinderkrippe zweifellos auch ein gewisses Risiko darstellte.

Down-Syndrom und Kunst: Laura Brückmann (Fotos & Video)

Dienstag, 8. Juni 2010

Down-Syndrom und Kunst: Laura Brückmann (Fotos & Video), Arbeit Beruf Schule Ausbildung, Behinderung Handicap, Deutschland, Down Syndrom, Extrachromosom, Trisomie 21, Kunst Fotografie, Fotos, Video,


>>> Fotos und Information von Conny Wenk

>>> Lauras Biographie beim Inclusion Life Art Network


Dass das Vorhandensein eines Extrachromosoms nicht immer einen Hinderungsgrund darstellt, um dieses oder jenes zu lernen oder zu erreichen, zeigt uns Laura in eindrucksvoller Weise. Wenn das Schicksal sie dann auch noch mit Conny zusammenführt, kommt sozusagen als i-Tüpfelchen fotografischer Hochgenuss hinzu.
Und mit Dank an den hinweisgebenden Dr. Christian M. Kemper durften wir feststellen, dass Lauras Performance auch in bewegten Bildern vorliegt:

Paula und der Sondelfinger Kindergarten in der Reichenecker Straße - Inklusion ist mehr als nur eine gesetzliche Forderung

Sonntag, 6. Juni 2010

"Von Kopf bis Fuß ganz Paula" hat Andreas Dörr seinen Artikel genannt, in dem er von der sechsjährigen Paula und ihrem Umfeld berichtet. Und in dem er eine ganze Menge Leute zu Wort kommen lässt, welche wiederum so einige Dinge sagen, über die man als Leser oder Zuhörer vielleicht ein zweite Mal nachdenken könnte. Wenn man diese Dinge nicht sowieso schon als Selbstverständlichkeit verinnerlicht hat.

Aber lesen Sie selbst: >>> Zum Artikel im Reutlinger Generalanzeiger

Down-Syndrom: Die neusten Pressemeldungen

Mittwoch, 2. Juni 2010

Über das Buch "Aus dem Bauch heraus. Pränataldiagnostik und behindertes Leben" von Franz-Joseph Huainigg und der Aktion Leben wird im österreichischen Original Text Service berichtet.

Im Zusammenhang mit dem Run for Children" spricht die Erste Vorsitzende des Elternkreises Down Syndrom Aleksandra Wabra über Integration, Unterforderung, Förderung u.v.m.: Rhein-Zeitung.

Wie Lukas so ist - davon erzählt uns Juliane Maier. Von einem Jungen, der Schüler in der Klasse 3b der Grundschule in Ranis (Thüringen) sein darf. Und davon, was seine Mitschüler davon halten: TLZ.de

Aus dem Chiemgau wird uns berichtet, wie Sonja Huber aus Schwindegg einen Luftballon-Weitflugwettbewerb gewann (ihr Ballon flog über 200 KILOmeter!) und sich nun auf einen Besuch im Legoland freuen darf. Eine Aktion der Selbsthilfegruppe „Von wegen Down“: Chiemgau online

Über die Eröffnung der Vernissage „Die Besonderen“ im „Haus Walstedde“ im gleichnamigen nordwestdeutschen Ort berichtet Nicole Krellmann: IVZ online.

Gemeinsam anders leben - Mehr vom Leben

Donnerstag, 27. Mai 2010


So klappt's
Von Nathalie Göbel im SÜDKURIER

Alle reden von Integration. Ob es um ausländische Mitbürger geht oder um Menschen mit Behinderung, das Schlagwort lautet „Integration“ und oft mag man das Wort gar nicht mehr hören.

Zu viele halbherzige Projekte werden gestartet, die nach kurzer Zeit wieder in der Versenkung verschwinden. Entweder, weil sie niemand weiterverfolgt oder weil sie schon von Anfang an nicht darauf ausgelegt waren, länger zu bestehen.

Der kleine St. Georgener Verein „Gemeinsam anders leben“ zeigt, dass es auch anders gehen kann. Petra Misselwitz arbeitet trotz Down-Syndrom im Laden, und das nicht nur einmal pro Woche oder als „Projekt“, sondern mit einem Arbeitsvertrag. Dieser garantiert ihr eine Halbtagsstelle und Aufgaben, die sie darin bestätigen, dass eine Behinderung nicht zwingend den Ausschluss aus dem „normalen“ Erwerbsleben bedeutet.

Die Kunden wiederum kommen ganz unbefangen mit einem Menschen mit Behinderung in Kontakt. So einfach kann Integration funktionieren – ohne Worthülsen, „Projekte“ und Politiker, die meistens auch nicht wissen, wen sie eigentlich wie integrieren möchten.

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Integration beginnt an der Ladentheke
Von Nathalie Göbel im SÜDKURIER

Petra Misselwitz hat das Down-Syndrom und arbeitet seit knapp einem Jahr im „Anderen Laden“ in St. Georgen

An diesem Vormittag ist im „Anderen Laden“ viel los. Gerade noch hat Petra Misselwitz die Second-Hand-Bekleidung wieder ordentlich ins Regal sortiert, da kommt bereits die nächste Kundin. Monika Storz sucht Tassen und Kerzenleuchter für eine größere Familienfeier. So viele, wie sie benötigt, hat sie gar nicht zu Hause vorrätig. Dafür wird sie in der Flohmarktabteilung des Ladens fündig. „Ich finde eigentlich fast immer etwas“, lacht sie.

Petra Misselwitz sorgt derweil dafür, dass die Einkäufe sicher verpackt werden. Sorgfältig packt sie Tassen und Kerzenleuchter in Zeitungspapier ein und rechnet aus, was die Kundin bezahlen muss. „Kassieren, das ist Übungssache“, sagt sie selbstbewusst. Für Petra Misselwitz ist die Arbeit im Laden nicht einfach nur ein Job. Die 40-Jährige hat das Down-Syndrom. Längst nicht alle Menschen, die von dieser Chromosomenstörung betroffen sind, können arbeiten gehen. Viele sind in Werkstätten beschäftigt – für Petra Misselwitz nicht das Richtige.

„Die Werkstattarbeit war für Petra zu monoton“, sagt Bettina Knieß, die gemeinsam mit ihrem Mann Bernhard Anfang 2009 den Verein „Gemeinsam anders leben“ gegründet hat. Die Arbeit mit Menschen ist Petra Misselwitz gewöhnt: Sie arbeitete 14 Jahre lang als Hilfskraft im Kindergarten Schatzinsel. Kleine hauswirtschaftliche Arbeiten gehörten ebenso zu ihren Aufgaben wie das Spielen mit den Kindern.



Alles anders oder ganz normal?
Gefunden in der Frankfurter Neuen Presse

Unter dem Motto «Frauen sind anders – Männer auch» waren vor einem Jahr Menschen mit Behinderung zu einem Schreibwettbewerb aufgerufen. Die jetzt in «Mehr vom Leben» versammelten Texte sind unverstellt authentisch. Sie reichen von prägnanten Zitaten und Gedichten über autobiografische Skizzen bis zu psychologisch treffenden Minidramen und satirischen Kurzgeschichten.

Ihr Anderssein hebt Gehandicapte hervor, aber noch immer sind verschämtes Wegschauen und reflexartiges Mitleid die überwiegenden Reaktionen. Was Frauen und Männer mit den unterschiedlichsten Einschränkungen wirklich bewegt – ihre Pläne und Träume, ihre Vorstellungen von Glück und Liebe, auch ihre Trauer und Resignation – lässt sich hier erfahren. Und so manches lieb gewonnene Vorurteil kann ad acta gelegt werden: etwa jenes, Behinderte würden nur unter ihresgleichen optimal gefördert. Die junge Frau mit Downsyndrom, die von ihrem hervorragenden Hauptschulabschluss an einer normalen Schule erzählt, ist der überzeugende Beweis für die Vorteile des integrativen Lernens.

«Mehr vom Leben» ist anregend und informativ, klug und witzig – auch und vor allem für Menschen ohne Behinderung. kab

Julia Fischer / Anne Ott / Fabian Schwarz (Hg.): «Mehr vom Leben. Frauen und Männer mit Behinderung erzählen». Balance Buch + Medien, Bonn. 279 S., 14,95

Bist du auf der Montessori-Schule? Was hast du denn?

Mittwoch, 26. Mai 2010

Unterschiede zählen nicht

Von Julia Steinbach
in den Westfälischen Nachrichten

Borken. Es ist 9 Uhr morgens in der Montessori-Grundschule. Für die Klasse C steht Freiarbeit auf dem Programm. Dominik (7) hat sich in eine Ecke verzogen, um in einem Buch zu schmökern. Freund Jakob kommt dazu: „Mein Vater wäre jetzt schon viel weiter, der hat das nämlich gelernt“, sagt der Acht-Jährige. „Hab ich auch“, erwidert Dominik und fügt hinzu: „Ich bin nämlich nicht in der ersten, der dritten oder vierten, sondern schon in der zweiten Klasse.“

Für Außenstehende mag diese Erklärung komisch klingen. Doch für Jakob ist sie notwendig. Denn das Wissen darum, zu welchem Jahrgang ihre Schulkameraden gehören, ist für die Montessori-Schüler nicht selbstverständlich. Zwar gibt es auch hier Klassen. Aber der Unterricht ist zum großen Teil jahrgangsübergreifend. Die vier Klassen heißen darum einfach A, B, C und D. Und das ist nicht das einzig Besondere. Die Schule arbeitet integrativ. Seit 25 Jahren lernen hier Kinder mit und ohne Förderbedarf zusammen nach den Prinzipien der Montessori-Pädagogik.

In der Klasse C haben fünf Kinder sonderpädagogischen Förderbedarf, so wie Susanne, ein Kind mit Down-Syndrom. Die Zehnjährige sitzt in einer großen Gruppe Mädchen und Jungen, lacht, redet und bastelt an einer Kette. „Die Förderkinder sind noch mehr integriert als erhofft“, sagt Dieter Neugebauer, Mitglied der Schulleitung, stolz.

Zusammen mit der Fachlehrerin für Sonderpädagogik Petra Kerßen-Müller betreut der Lehrer an diesem Morgen die Freiarbeit der bunt gemischten Klasse. Wie seine Kollegin sitzt er an einem der niedrigen Holztische. Mal steht eine ganze Traube Schüler um ihn herum, mal hat nur ein einziges Kind Erklärungsbedarf. Ermahnen muss der Pädagoge nur selten. Die Arbeitsmoral ist gut. „Viele Kinder fangen sogar schon vor Beginn des Unterrichts an zu arbeiten“, sagt Dieter Neugebauer.

Am späten Vormittag teilen sich dann die Jahrgangsstufen. Für die ersten und zweiten Jahrgänge steht fächerübergreifendes Lernen auf dem Stundenplan. Die dritten und vierten Jahrgänge teilen sich in Untergruppen auf und gehen zum Epochenunterricht. „Das bedeutet, ein bestimmtes Fach wird über mehrere Wochen unterrichtet“, erklärt Neugebauer. Bei den Drittklässlern ist Kunst dran. Lehrerin Ursula Risthaus hat ein lustiges und interessantes Thema ausgesucht: Kniepuppen-Basteln. Mit den fertigen Puppen soll die Gruppe bei der Jubiläums-Feier auftreten.

Wo es gewünscht wird, setzt Risthaus selbst die Nadel an oder gibt Tipps. Doch das meiste machen die Kinder unter sich aus. „Wenn ich nicht weiß, wie ich einen Stich machen soll, frage ich erst mal meine Freundin Zoe“, erklärt Lily (8).

Selbstständigkeit wird hier groß geschrieben, gegenseitiges Helfen sowieso. Und wo kommt Montessori-Pädagogik ins Spiel? Eigentlich überall. „Die Lehre Maria Montessoris geht vom Kind aus“, sagt Dieter Neugebauer. „Das Kind entwickelt sich und wird dabei begleitet, aber nicht fremdbestimmt.“ Damit unterscheide die Montessori-Pädagogik sich maßgeblich von anderen Lehrmethoden, bei denen von Anfang an ein Ziel vorgegeben wird.

Am Anfang habe sich das Konzept schwer getan, vor allem wegen des integrativen Ansatzes. „Viele Kinder wurden gefragt: Bist du auf der Montessori-Schule? Was hast du denn?“, sagt Neugebauer. Solche Fragen gebe es aber schon lange nicht mehr. Drittklässlerin Lily fasst das Selbstverständnis der Schüler zusammen: „Ich finde es gut, dass die Kinder mit Förderbedarf dabei sind. Die sind doch genauso wie wir.“

Integration Kindergarten & Schule: Schaden oder "bremsen" Kinder mit Behinderung ihre Mitschüler? (Diskussion)

Dienstag, 25. Mai 2010

Der Ausgangsbeitrag:

Integration soll negativ sein ?

Ich habe letzte Woche den Bescheid vom KiGa bekommen, dass meine Tochter für September einen Platz bekommen hat.
Nun habe ich bereits bei der Anmeldung gesagt, ich fände es schön, wenn sie in die Integrationsgruppe käme, also gemeinsam mit behinderten und nichtbehinderten Kindern.
Nun ist Mitte Juni der erste Infoabend wo es auch um die Aufteilung in die verschiedenen Gruppen geht.
Für mich ist klar, dass meine Tochter in die Integrationsgruppe geht, wenn das machbar ist - einfach aus dem Grund, weil ich es schön fände, wenn sie damit aufwächst, dass der Umgang mit behinderten Menschen so normal ist wie mit nichtbehinderten. Ich wünsche mir für sie ein Aufwachsen in Toleranz, soweit ich ihr das ermöglichen kann.
Auch in der Spielgruppe, in der sie im Moment noch ist, ist ein Junge mit Down-Syndrom.
Nun hat mir eine andere Mutter aus dieser Spielgruppe "im Vertrauen" gesagt, dass sie ihr Kind niemals in die Intergrationsgruppe geben würde, denn da werde es nicht gescheit gefördert und bliebe auf der Strecke, zumal ein Kind ja auch das Recht hat, eine gesunde Welt zu erleben und zu begreifen.
Hüh....?
Mir sind solche Aussagen zutiefst fremd...um es höflich auszudrücken.
Allerdings muss ich zugeben, dass mir der Satz, dass meine Tochter dort nicht gefördert wird, also quasi zurückstecken muss, doch im Gehörgang sitzt...auch wenn ich es nicht glauben mag.
Die Vorstellung, im KiGa diesen Floh im Ohr anzusprechen, ist mir irgendwie zuwider....ich will für mein Kind das Beste, und das ist u.a. optimale Förderung, die aber auch die soziale/emotionale Intelligenz mit einschliesst...
Habt ihr eine Idee ? Oder Erfahrungen ?
Danke....

Violet

>>> Reaktionen lesen und mitdiskutieren

Blog: Made by Imme

Freitag, 21. Mai 2010

Blog: Made by Imme, Behinderung Handicap, deutsch, Deutschland, Down Syndrom, Down-Syndrom Blogs, Down-Syndrome, Extrachromosom, Kind, Kunst Fotografie, Trisomie 21,

Hallo und willkommen, schön dass Du vorbei schaust. Ich bin 39 Jahre alt und Mutter einer zauberhaften sechsjährigen Tochter mit Down Syndrom. Zudem begleiten mich zwei Cairn Terrier im Alltag ("oh, wer kläfft denn da schon wieder?"). Seit über 10 Jahren habe ich ein kleines Geschäft in der Nähe von Springe / Region Hannover. Neben Schreib- und Spielwaren wächst der Kreativbereich stätig. Mein Augenmerkt liegt dabei hauptsächlich auf Kartengestaltung (Einladung / Danke / Sonstige) und natürlich Scrapbooking. Immer im Frühjahr und im Herbst gebe ich dazu Kurse. Ab und zu gibt es diese Workshops auch mit Anleitung für Zuhause zu erwerben. Wenn Du darüber informiert werden möchtest, mail mir einfach (imme/ät/hansemann.de). Ich liebe meinen Job, dort kann ich all das Gelernte ( Designerin / Kauffrau / Schneiderin) ausleben. Wenn Du magst, schau gerne wieder vorbei... ich werde immer wieder meine Werke und anderes zeigen.

>>> ZUM BLOG

Video: Lisa (2 Jahre, Down-Syndrom) am Klavier

Mittwoch, 19. Mai 2010

Leider können wir keine weiter gehenden Informationen bezüglich Lisas oder ihrer Familie finden, aber ist folgendes Video nicht toll und motivierend?!: