Von Pfirsichen, Krankenschwesterexamen, Luxus & Weiten Herzen in der Steppe

Samstag, 5. Dezember 2009

Kinder reifen eben nicht wie Pfirsiche
Von Sarah Maria Berners | 04.12.2009

Warum kannst Du nicht laufen? Warum sprichst Du nicht? Das sind Fragen, die Kinder ganz selbstverständlich und unvoreingenommen stellen. «Mit drei Jahren haben Kinder noch keine Vorbehalte gegenüber behinderten Menschen», weiß Margot Fietzek, Leiterin der integrativen Kindertagesstätte Sonnenblume.
«Die Kinder lernen hier, dass jeder Mensch anders ist, und dass jeder Mensch Stärken und Schwächen hat. Ich hoffe, dass sich das in ihrem Leben fortsetzt.»


Viele Vorbehalte

Nicht ganz so vorbehaltlos stehen Erwachsene Menschen mit Behinderung gegenüber, und deswegen gibt es immer wieder auch Vorbehalte gegenüber integrativen Kindertagesstätten, in denen die sogenannten Regelkinder ihren Tag gemeinsam mit Kindern, die einen erhöhten Förderungsbedarf haben, verbringen.

«Manche Eltern haben beispielsweise Sorge, dass eine integrative Kindertagesstätte geringere intellektuelle Ansprüche stellt. Andere glauben gar, dass hier nur schwer erziehbare Kinder hingehen», berichtet Fietzek.

«Wir haben im Grundsatz das gleiche Programm wie andere Einrichtungen und auch vom intellektuellen Anspruch stehen wir auf einer Ebene», betont die Kita-Leiterin. «Schließlich dürfen wir die Kinder weder über-, noch unterfordern.» Wo es nötig und sinnvoll ist, wird in homogenen Gruppen gelernt. Nicht Gleichmacherei, sondern Integration ist das Ziel.

Autistische Kinder, Kinder mit Down-Syndrom oder aber auch mehrfach Schwerstbehinderte Kinder können in einer integrativen Kita aufgenommen werden. Viele der geförderten Kinder sind jedoch - wie es im Amtsdeutsch heißt - von Behinderung bedroht. Das heißt, dass sie Entwicklungsrückstände im Vergleich zur Norm aufweisen. Würden keine Therapien erfolgen, könnte sich daraus eine Behinderung entwickeln. «Je früher man mit einer Therapie beginnt, desto besser können wir die Gesamtentwicklung des Kindes beeinflussen», erklärt Fietzek (siehe Box).

Fragen wie «Kann sie immer noch nicht laufen?» oder «Spricht er noch nicht?», setzen Eltern häufig unter Druck. Ob tatsächlich ein erhöhter Förderungsbedarf besteht, können Ärzte und Therapeuten herausfinden. «Kinder reifen eben nicht wie Pfirsiche», betont die Kita-Leiterin....
>>> weiterlesen




Krankenschwesterexamen: Frage zu einer Aufgabe zum Down-Syndrom

Hallo zusammen

Ich bräuchte mal euren Rat bei einer Aufgabe.
Diese Aufgabe ist eine orginal Examensfrage^^

Kurze Erklärung zu mir und meiner vielleicht fehlenden Weitsicht: ich bin erst seit einem halben Jahr in der Ausbildung...

Zusammenfassung des Beispiels:
- türkische Patientin, 23 Jahre alt, mit Down-Syndrom
- eine Epilepsie-"Art" bekannt, zur Diagnose einer zweiten "Art" und
Einstellung auf die Medikamente dafür auf Station
- Eltern versorgen Patientin zuhause (kein Kontakt von den Eltern zu
Fremden erwünscht)
- Mutter kann wegen einem hochfieberhaften Infekt nicht mehr auf Station
kommen und sich um die Tochter kümmern
- Patientin reagiert mit Schreien und Unruhe

Nun soll ich vier Pflegemaßnahmen planen und hier hänge ich geistig. Der Rest der Aufgabe klappt wunderbar...
>>> weiterlesen



Ohrenkuss Heft #18

Theorie:


Was ist Luxus?




Noch einmal zum Buch «Alice im Mongolenland» von Ulrike Kuckero:

Weite Herzen in weiter Steppe

Eine abfällig dahingeworfene Bemerkung kann ungeahnte Folgen haben. Diese Erfahrung machen die Zwillingsschwestern Alice und Zoe im Jugendbuch «Alice im Mongolenland» von Ulrike Kuckero. Mit ihren sensiblen Einblicken in die Welt eines kleinen Mädchens mit Down-Syndrom ist diese neue Geschichte der Bremer Kinder- und Jugendbuchautorin für alle Altersgruppen ab etwa zehn Jahren ein Gewinn.

«Wo wohnen denn die Mongolen?» Das war die Bemerkung auf dem Spielplatz, die eine Kettenreaktion von Ereignissen auslöst. Mag die Bezeichnung «mongoloid» für die abweichende Chromosomen-Struktur auch noch so überholt sein - Alice hat sich nun in den Kopf gesucht, in die Mongolei zu fahren. Und wenn das einmal so ist, prallen alle Argumente an ihr ab - «Ende der Durchsage».

Der erste Teil der Geschichte wird von Zoe erzählt. Ihre Eindrücke vom Leben mit Alice können sicherlich viele Geschwister in einer ähnlichen Familiensituation nachvollziehen. Alice ist die Prinzessin, und Zoe soll die Zofe sein. Aber Zoe hat ein fast so weites Herz wie Alice, so dass die beiden immer wieder zusammenfinden.

Alice ist halt ein besonderes Kind, da wirkt die Geschichte vom Hauptgewinn einer Flugreise schon fast glaubhaft. Klar, dass es nun für die Zwillingsmädchen und ihre Eltern in die Mongolei geht ...
>>> weiterlesen (3 Seiten!)

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

 
 
 
Es ist ein Fehler bei diesem Gadget aufgetreten.