Ganz normale, besondere Kinder ... Fotoausstellung mit Bildern von Kindern mit Down-Syndrom im Universitätsklinikum Halle (Saale)

Samstag, 28. November 2009

© Halleforum.de

Das Down-Syndrom ist keine Krankheit sondern eine genetisch bedingte Veranlagung. „Durch diese Besonderheit entwickeln sich unsere Kinder häufig geistig und motorisch langsamer, sie lernen manche Dinge schwerer und erst später“, sagt Claudia Strech, Vorstandsmitglied des Vereines Down-Kind Halle e. V. Ab Montag, 30. November 2009, stellt der Verein eine Fotoausstellung mit Bildern aus dem Alltag von Kindern mit dem Down-Syndrom im Universitätsklinikum Halle (Saale) aus. Die etwa 30 Bilder sind am Standort Ernst-Grube-Straße 40, Verbindungsgang zwischen Bettenhaus I und Bettenhaus II, zu sehen.

„Unsere Kinder können durch Therapien gefördert und so zu größtmöglicher Selbstständigkeit und aktiven Teilhabe in der Gesellschaft erzogen werden“, berichtet Claudia Strech: „Sie sind geliebt in ihren Familien, besuchen Kindergärten, gehen gern zur Schule, toben auf Spielplätzen, haben Freude an Musik, Tanz und Sport, sie essen gerne Eis, sind mal gut und mal schlecht gelaunt, tricksen ihre Eltern aus – wie andere Kinder auch.“ Die Fotoausstellung, die in Zusammenarbeit mit dem halleschen Fotoclub „Inspiration“ entstand, soll diese Normalität und eben auch die Besonderheit von Kindern mit Down- Syndrom zeigen.

Menschen mit Down-Syndrom haben in jeder ihrer Zellen ein Chromosom mehr als andere, nämlich 47 statt 46. Das Chromosom 21 ist dreifach vorhanden. Das Down-Syndrom ist eines der häufigsten angeborenen Syndrome. Insgesamt leben weltweit etwa fünf Millionen Menschen damit. Der englische Arzt John Langdon Down (1828–1896) war der Erste, der im Jahre 1866 ausführlich Menschen mit den „klassischen Merkmalen“ dieses Syndroms beschrieb.

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