Conny Wenk: Der "A little extra"-Wandkalender 2012 ist da

Donnerstag, 8. Dezember 2011



Conny Wenk: Der
Credit: Conny Wenk

Trotz steigender Bedeutung elektronischer Hilfsmittel, die man immer zur Hand hat, ist es überall auf der Welt noch immer sehr beliebt, sich einen aktuellen Kalender an die Wand zu hängen. Solange der Standard-Wandkalender nicht elektronisch wird (so etwas existiert schon), wird dies auch so bleiben. Denn man muss keine Knöpfe drücken und ist nicht vom Ladezustand eines Akkus abhängig. Ein gedruckter Wandkalender bietet den Vorteil, dass man selbst im schlimmsten Morgenmuffel-Zustand während des Weges zur Kaffeemaschine auf einen Blick zumindest erkennt, welches Datum gerade vorliegt und welcher Wochentag damit verbunden ist. Oder andersherum.

Ein Wandkalender kann aber viel mehr sein als eine pure Informationsquelle. Manchmal wird die Information sogar zur Nebensache. Das passiert zum Beispiel dann, wenn der Kalender mit Motiven - in den meisten Fällen fotografischen - versehen ist, unter/über/neben denen sich der eigentliche kalendarische Teil des Gesamtwerkes befindet. In diesem Moment wird der Kalender zu einer optischen Bereicherung Ihres Wohnumfeldes.

Motivthemen für Fotokalender gibt es wahrscheinlich unbegrenzt. Schlagen Sie einmal ein Wörterbuch an einer x-beliebigen Stelle auf und suchen Sie ein Substantiv oder Adjektiv, mit dem Sie keinen existenten Kalender assoziieren können. Produkte, Landschaften, Orte, Umwelt, Eigenschaften, Leute, Wissenschaft, Tiere ... und, und und. Zu so ziemlich allem werden Sie irgendwo den passenden Kalender finden.

(Subjektiv) richtig gut und wertvoll wird so ein Kalender, wenn Sie nach Ablauf des Jahres, den der Kalender informativ abdeckt, ein Problem bekommen. Dann nämlich, wenn der Kalender durch den neuen, für das kommende Jahr gültigen ersetzt werden muss und die Frage auftaucht, was man mit dem abgelaufenen Kalender tun soll. Wenn man aus irgendeinem Grund eng mit den Fotomotiven verbunden ist (ein gutes persönliches Beispiel ist ein Kalender mit dem jeweiligen Monat und der Jahreszeit entsprechenden Fotos meiner "alten" kleinen Heimatstadt), dann kann diese Situation richtig weh tun. Süßer Schmerz.

Wetter ist Wetter. Egal, ob es gerade regnet, schneit oder die Sonne scheint.
Ich kann aber Fotomotive zusammenstellen, bei denen es entweder um Schnee oder um Regen oder um Sonnenschein geht.
Ein Berg ist ein Berg. Egal, ob er baumbewachsen oder kahl wie mein Hinterkopf ist.
Ich kann aber Fotomotive zusammenstellen, bei denen es entweder um grüne oder um graue oder um braune oder um weiße Berge geht.
Menschen sind Menschen. Egal, ob sie klein oder braun, einarmig oder zweibeinig, sprechend oder taub, katholisch oder TV-süchtig ... sind.
Ich kann aber Fotomotive zusammenstellen, bei denen es entweder um kleine oder um braune oder um sprachlose .... Menschen geht. 

Die fantastische Fotografin Conny Wenk nimmt den Themenbereich, auf den sie sich bei einem Großteil ihrer Arbeit konzentriert, alles andere als auf "die leichte Schulter". Und doch kommen ihre Fotos mit einer Leichtigkeit daher, die mich oft verblüfft. Als einer der Co-Autoren des Buchs Außergewöhnlich: Väterglück  und im Zusammenhang mit dessen Veröffentlichung hatte ich die Ehre, Conny selbst, ihr Werk, ihren Ansporn und ihre Arbeitsweise etwas besser kennen- und schätzenzulernen.

Und ich würde gern - bevor ich den Link zu Connys neuem Kalender, der zu jener Gruppe von Kalendern gehört, die man nach Ablauf des Jahres nicht einfach so wegwerfen kann, erstelle - eine Ergänzung hinsichtlich der vermeintlichen Zielgruppe abgeben:
Neben "Eltern-Kind-Gruppen, Selbsthilfegruppen, Kliniken, Arztpraxen, Logopäden, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Initiativen von Lebensschützern, Kirchen, diakonischen und karitativen Einrichtungen und, und" gehört dieser Kalender meines Erachtens vor allem in die Küche von generell werdenden Eltern, Schwangerschaft planenden Vielleicht-Eltern und (ver-)zweifelnden Entscheiden-Müssen-Eltern.

 

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